Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 9)
- Language
- German
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148 Wissenschaftliche Aufsätze. der .,Jüngling" (כערי) genannt würde; aber diese Benennung beruht auf der-talmudifchen Agada, welche den Psalmvers '״Jung war ich und wurde auch alt'׳ aus den: ,,Vorsteher über die Welt" {שר העולם) interpretirt : (Jebamot 16), unddie Mystik hat ohne weiteres :diesen mit Met.atoron identificirt. — Neben, den höchsten Functionen, die ihm: zugetheilt : werden unddie ihm zum kleinen,Gott" ,machen, ist Metatorou auch Klein k i n d e r te h r e r. Er unterrichtet - drei Stunden des Tages sündlos gestorbene Kinder im Himmel: עוד «dl אלא שבכל יום ויום יושב מטטרון ג׳ שכרת בשמי מרום וכונם כל אותן־.!ההשמות:שמהר. במעיאמן,-ושל יונקי: שדים- -ד- •ומלמדן תורה והכמה ואגדה ..ושמועה (Henochstück). Vergl. dazu Seder Gan Eden (bei Jellinek III, 135), wo ein besonderer Platz für solche Kinder im Paradiese angegeben wird: המעלה הששית היא מעלת תינוקת של :בית רבן שלא חטאו — ובכל יום. ויום מטטרון: שר הכנים יורד דרךיהענלוד״ולונלד־להם תורה — Ob auch die Beschreibung des himmlischen Paradieses, wie sie in Midrasch Konen; in Maaße di R. Jehoschua b. Levi und anderwärts vorkommt, mit der Beschreibung der himmlischen Hallen zusammenhing, und ob diese Literaturstücke eben so alt sind wie die genannte mystische Literatur,!läßt sich für jetzt noch nicht entscheiden. 3) Welches Ziel hat sich die so beschaffene Mystik gesteckt? Ich glaube, daßsie neben der theoretischen Tendenz den Wortverstand der Bibel und der Agada gegen die, Extravaganz der Alleg oristik in Schutz zu nehmen, auch einen praktischen Zweck harte. Fänden wir auch nicht in der uns bekannt gewordenen mystischen Literatur Andeutungen über die Art, wie die auseinandergesetzten Mysterien als-theurgische Mittel gebraucht werden könnten, so würden uns alte -glaubwürdige Zeugnisse darüber Gewißheit geben. Einige Kairuanische Gelehrte hatten bei R, Hai Gaon angesragt, was von der verbreiteten Wunderthätigkeil mancher Frommen zu halten sei, und hatten dabei bemerkt: es circulirtey hei ihnen Schriften, welche Gottesnamen und Namen von Engeln mit gewissen, Figuren angeben. In diesen Schriften heißt es:. ״Wer das und das erzielen will, soll das und das aufschreiben.und dann erfolgt das" (!,וכמה ככרים מכרם (מכורים אצלנו:כתוב בהם ככלה מהשמות ושכלות: ׳מלאכים. וצורת": ■הותמד ואומר הרוצה.- לעשות -כך . והרוצה: לכך, יכתוב: כף וכך ועל כך וכך ויעשה לו :כך ויתקיים הניעשה ויהיו -הזקנים ואנשי-היראה כשדואיך אותם הככרים: מתפהרים- מהם ולא־מגיעים:■אליהם ואומרים כי פלוני עשה מעשה כך וכך כמו זה הכתוב בכפרים ונתקים המעשה• R. Hai zweifelt an der Wirksamkeit solcher mystischen