Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 5)
- Language
- German
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144 Wissenschaftliche Aussätze. gestiftete Secte v or die Makarija setzen, Benjamin Nahawendi aber׳,, der Stifter der Makarija blühte sicherlich um 800. Denn sämrntliche karäische Urkunden, setzen ihn zwei Generationen später als Anan und Saul und geben ihn als Jünger von Anans Enkel Josiaaus:—>vv ד' טואול מהד לבבו ר׳ יאט־יהו הנטויא ור׳ יאטויתו לד׳ בנימין הנאוונדי Da nun Saul zur Zeit des Schisma seines Vaters Anan bereits erwachsen war (um 760), so nehmen die zwei Generationen nach ihm das halbe Jahrhundert von 760—810 ein. Im Anfang des neunten Jahrhunderts war demnach die jüdischmptazilitische Richtung — deren Hauptvertreter Jehuda-Jodaan und Benjamin Nahawendi waren — bereits vorhanden. Wie also Hischam und seine Genossen der ausschweifenden Allegoristik im islamitischem Kreise durch das starre Festhalten des Wortstnnes entgegen arbeiten wollten, eben so mochte der Vers, des Schiur-Komah die Tendenz gehabt haben, gegen dieselbe Erscheinung im jüdischen Kreise zu reagiren. Nur durch diese, Annahme ist es verständlich, wie der Vers, des SchiUr- Komah., weit entfernt etwas. Antijüdisches in der Zergliederung und Ausmessung des göttlichen Wesens zu erblicken, dieses vielmehr als etwas Verdienstliches betrachten konnte. Er glaubte nämlich dadurch-die Buchstäblichkeit des Schristverständnisses zu retten. Er wollte uach dem Muster der Hischamija eine jüdische Antimutazilah aufstellen. Wir gehen nicht fehl, wenn wir annehmen, daß beide Bewegungen, die rationalistisch-allegorisirende, und die mystisch-anthropomorphisirende in der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts vor sich gingen. Die Mystik folgt in der Regel einer destructiven Philosophie auf dem Fuße nach. " Es sind hiermit auf diesem dunkeln und schlüpferigen Gebiete drei Punkte zur annähernden Gewißheit erhoben worden: der Umfang und die Entstehungszeit der jüdisch-mystischen Literatur der gaonäischen Zeit, und die Q u c ll e für den Mittelpunkt derselben. Was den Umfang betrifft, so haben wir sie in folgenden Schrift- Werken gefunden: a). אותיות דר׳ עקיבא• uttb dazu gehörte ׳ b) ספד תנוך und . c) טויעור קומה• d) תכלות לבתי k) הקלות דנירתא und dazu gehörten ■ f) שר תודה unb ״ g) מעין תבמה oder richtiger asovusio:Zlosis. ' Schwieriger ist es den Inhalt und das Ziel der alten Mystik