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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 3 · p. Seite 116

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 3
Article
Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
Date
1859-01-01
Page
Seite 116 (sequence 14)
Language
German
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116 Wissenschaftliche Aufsätze. Schiite Hischam Jbn-Alhakam m ein quasi-religions-philosophisches (mutakallimistisches) System. Jbn-Alrawendi erzählt von Hischam, er habe die Lehre aufgestellt: ״Zwischen Gott und den Körpern müsse irgend eine Aehnlichkeit bestehen, sonst würden . sie nicht auf ihn Hinweisen. Ein anderer.. Literaturhistoriker, Älkabi, berichtet von ihm, er habe behauptet: ״Gott ist ein Körper mit Theilen und habe ein Maaß von den Maaßen" (ודו [אללד!] גסם דו אבילאץ לח.קדר מ׳ך אלקדאל), aber er gleiche (dennoch) nicht einem geschaffenen Dinge, und kein Ding gleiche ihm. Hischam lehrte auch: ״Gott ist sieben Spannen lang nach seiner eigenen Spanneהבעה אטופאל בטובל כפסח) '״ in). Abu Jsa Alwarrak erzählt non Hischam, er habe ferner aufgestellt: ״Gott berühre seinen Thron, so daß nichts von dem Throne über ihn hinansreiche und nichts von ihm über den Thron hinausreiche (Seharastani das. 141). Andere Schiiten wie Mudhar und Kahmasch stellten ohne weiteres auf: ״Gott sei eine Gestalt mit Gliedern und Theilen versehen, und es sei für ihn Bewegung, Herabsteigen, Hinaufsteigen, Ruhe und Bleiben an einem Orte (koranische Anthropomorphismen) zulässig (das. 76). Ein anderer Muschabbihite, Dand Alg'awaribi hat ausgestellt: ״Gott ist ein Körper von Fleisch und Mut und hat Glieder und Theile, nämlich Hand, Fuß, Kopf, Zunge, zwei Augen und Ohren. Aber sein׳ Körper ist nicht wie andere Körper, und sein Fleisch und Blut gleichen nicht anderem Fleisch und Blut". Zu seinen Zuhörern pflegt Daud zu sagen: ׳^Erlasset mir die Schamtheile und den Bart und fraget mich nach dem,,was sonst an ihm ist" (אעפוני' ען אלפלג ואללחיח ואסאלובי עמא רראא דלך das. 77, 143). Derselbe Daud und ein anderer Schiite, Hischam Jbn-Salim Alg'awaliki, behaupteten, Gott sei von seinem Scheitel bis zu seiner Brust hohl, im . untern Theil aber voll (das. 77 und S. 142 oben). So weit ging der Anthropomorphismus der islamitischen Theologie. Man wird leicht darin das Unsinnige des Schiur-Komah wieder erkennen. Es hat nicht blos dasselbe Princip mitder Muschabbiha gemein, sondern es wird auch in derselben Redewendung ausgedrückt: ״Gottes Theile haben Maaßbestimmungen (לחו קדל), und sie seien nach seiner Spanne zu messen: (בטופל לפסח). Ich erinnere an den oben (S. 111) citirten Passus ״an seiner Spanne" (בזלת טולו). Die islamitische Mug'assima ist aber unstreitig ein Ausfluß des Koran, der von Anthropomorphismen wimmelt, und die craffe Auffassung

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