Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 402 (sequence 6)
- Language
- German
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402 Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg. lichc Handwerker und als Steuerbare kommt hier vollständig N11erke>1>1l»1g." 4) Die von dem Könige gewünschte Erhöhung der?lrrenda ging znnämst in Erfüllung, indem unter dem 15. März 1714 dieselbe anctionswcise dem Bend. Jeremias für 7100 Gulden, statt ׳der frübern 3700 st., otfu’f, also von jetzt ab fast doppelt so viel ein trug. Die Wcgschafsnug der nicht geleitlich zugelassenen oder sonst privilegirten Juden wird noch in einem weitern Königl. Neieripte vom 5. Mai 171-1 wiederholentlich aber für eine solche Zeit befohlen, in welcher dieselben nicht wegen der Kälte mit ibren Kindern aus der Reise notbleiden dürst c n. Im ersten Schrecken erboten sich die znm Abzüge Gedrängten durch den Hofjuden und Arrendator des KonigSberger Indengeleite Bendir, eine bestinnnte Summe zu zablen. Sie kamen aber dem nicht nach, wie es scheint, weil sich andere Mittel fanden, die Sache in die Länge zu zieben. Sonst wäre eine vom 3ten August 1714 datirte, an den König gerichtete Eingabe der Kanfleute und Mälzenbräucr unerklärlich, welche demselben nabe legt, doch ja darauf zu halten dasi die Juden, wie derselbe befohlen, an dem t doch erst bevorstekenden) 1. September das Land rännwn, indem sie noch immer sitzen blieben. Letzteres wird dnreb die Antwort deS Königs vom 1b!. Ang. 171-4 näher comeutirt, indem cs in derselben beißt, die Juden sollen äuge- Hallen werden, sich mit ibren Kreditoren zu vernehmen, wo ■I) Olid't ganz ohne JntcrcfTf ist vielleicht eine dieser Berbandluugcn l׳ciliegender ־^־״יpccificari0n derer Jubon, so mr maßgeb lick in Königsberg können geduldet werden".:!. 2׳ am. 210mt'c, Sckntzjude, ist ein poluifcker Hitzenmacker und treibt habet einen kleinen Handel vor den Kauffmann Jacob Porr. 2. Nissen Marcowitz, Sckunjude, auck ein Hitzenmacker. 3. Sim. Samuel, Ehocolade-Macker und Bedienter bei dem Juden-Geleit, t. Iac. Iirael, ein Anden-Garkock und Bedienter bei dem Juden-Geleit. 5. und i>. 31 r. Jacob mld Isr. Meyer. Iüd. Garköcke. 7. Marc. Btoses, ein Zobelsärber. 8. Wolfs ׳Moses. Wittwe, eine Zobelfärberin. 9. Mendelsohn. eine alte Iüd. Miltwe. lo. Salomon, Petsckicrstecker. 11. Elias,- polnischer Schneider. 12. Zs. Israel, Iüd. Eanlor und Scklackter.!3. Marc. Israel, Schul-Bedienttr. 14. Libman Moses. Buckhalter des Hofjuden Bend. Jeremias. — Diese Juden treiben außer dem Slomke keinen Handel, müßten aber eidlich an ge halten werden, zum Präjudiz der Kanfleute keiner: Handel und Maklerei zu treiben, widrigensfalls aus der Stadt gejagt, ausgenommen des Hofjuden Bendir. Auch Libman Moses, der zum Eide nicht kann angehalten werden, weil er vor dessen Conto negociiren muß." Acta d. geh. A., wo selbst sich auch die Norm des betreffenden Eides findet.