Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2829132-2829220-2829232-2856103--04478-2856120- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
400 Zur Geschichte der Synagoge»-Gemeinde in Königsberg. jene;war, da st sieb solcher Gestalt die Iudc» als Mäkler der Polen aufzuführen und den Kauslenten allerband Einträge;u II,neu Gelcgenhcit bekommen, die Krämer aber, daß sie mit den Mousselincn, battunen und anderen Krainwaareii viel Berkebrnng treibe», große Beschwerungen gefübrt haben, wicwobl sonst vor vielen Jahren schon dergleichen Juden, welche als Zobelfärber, Polnische Kürschuer, Jouveliere und sonst dein Pnblieo nützlich, denen Kauslenten und Krämern aber nicht schädlich seyn, c-ouv^nit ixlo, obne <ju011 ■»־ r_■ t! und Beschwerden tolerier worden. Indessen ist es bei der legten Unrnbe in Polen, da sonderlich die co״i״״io11 dazu gekommen, in so weit gescbebe», dast viele Inden sich hierher und deSsalls von Seiner Höchstscligen Majestät gegen Grlegnng eines gewissen Sdnitzgeldes, den Invaliden;u gut, Sebutzbriesc crbalten, aud> einige andere Juden, als des.Jo» alllcr Ucmlix Jcn'iuins und die beiden Schmuekier 8:0,008!׳lu»,lu׳ und Xissi’i,!\I:nk1‘wicz durch besondere I’rivi- K:Ja als Sduistjuden ausgenommen senn, wobei jedoch allezeit geirau beachtet ist, dast solche Scbutzbriefe und I’1ivik״־Tu nicht ans Lebenszeit, sondern nur ans gewisse Jabre, mir derselben Restungirung ans die »»di wäbrende Unrnbe in Polen Ihnen allerseirs gegeben worden,;» pre-eavisen, dast eS nicht das Anseben gewinne, ob wäre» die Landesverfassungen gänzlich gegen die Juden anfgebobcn. Os klage» aber uiebls desto weniger darüber die Krämer, und Kauslcnre, deren .,uoro!,׳» jedennoch den Bendix und die Schmuckler, ingleiei'en die Zobelfärber gar nicht assieircn, und ist man vor einigen Jahren ans die Gedanken gekommen, dast alle Inden obne Unterschied weg;»schaffe», Sr. Kon. Majestäl und dem Pul'lieo schädlich, einige aber auf gewisse Maast allluer bleiben;u lassen, beiden zuträglich^ sein würde, worüber ich ein aussübrlich Bedenken abstatten müssen, welches ausgesucht und gehocsamst con>nu11>idrt werden joll. ch In einem folgenden Schreiben des F.-M. Grafen zu Dohna vom 16. Januar 1714 werden nun die in Königsberg und der Umgegend vorhandenen Israeliten in fünf verschiedene Kategorien getheilt. Hiernach babeu sich 1. anö Polen die Faewrcn der Magnaten und mir ibncn 2. Andere cingcfundcn, denen gegen Geleit oder Jndenzoll gestattet worden, 5 Tage lang sich in :<) ׳iictc des qc>׳׳ Ar-i»r>s .'iS. <S. 4.