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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 10 · p. Seite 381

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 10
Article
Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap. 30 und Kap. 31, V. 1-9
Date
1858-01-01
Page
Seite 381 (sequence 7)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 381 i\ I). schweige, reize nicht durch nbermüthige Reden und überhaupt durch derartiges Perl-alten! — Der Sinn van P. 33: Nicht wie inan ungestraft und sagar mit gntcin Erfolge die Milch zu Butter bearbeitet, darf man ungestraft beleidigte und darum erbitterte Menschen bearbeiten. Bei diesen tritt zunächst die Erbitterung in dem zvrn gerät bete» Angesichte zu Tage, nachbcr wird ein offener Streit daraus. - נליץ pressen, bearbeiten.— Die Milch hier wahrscheinlich mit einiger Beziehung aus die ,,Milch der Frommen Denkart." — אף Z o 1 n und der Dual, wie in ארך אשים : u erstärkter Zorn, erstcres hier: 110dt verl-altencr Zorn, (5 rbi! - t e r u n g. — דם bi er die blut r o t l> e c s i st, 1 s f a r b e des Zorni - gen, zugleich vielleicht mit Beziebnng auf das bei der Thrvnbesteigung vergossene Blut, das ans Tageslicht kommt. — ריב wie Deut. ) , 12, Ps. IS, 4 1: E mp 0 ru» g. In diesem letzten Worte ist der Zweck der ganzen Epistel ausgesprochen. — Wir geben nun noch als Anhang einige Bemerkungen zu dem verwandten Stücke: Kap. 31, V. 1—9. Als Perfasser dieses Stückes nennt sid, ei» Künig Lemucl oder stcmvel, von -vitzigs und anderer Ausleger Gnaden König von Massa, Sohn der vortrefflist-en Königin von Massa-Duinah" und Bruder ihres jüngeren Sohnes Agur, welcher Verfasser des 30. Kapitels ist. Wir hgben den israelitismen Staat Massa-Dumah mit seiner vortrefflichen Königin in das Reich der Mythe, und den Autocnamen Agur in das Reich der Did-tung verwiesen. In das letztere muffen wir auch den König Lemuel verweisen. Das; der Verfaffer dieses Stückes mit dem Autor des vorigen Kapitels eine und dieselbe Person gewesen sei, ist man nidit berechtigt anzunehmen. Denn Darstcllungssorm und Ausdrucksweise ist in beiden Stücken fast durchaus versd-ieden. Andererseits könnte man sold-e Annahme auch nid-t bestreiten, da die.Vcrsst-icdenhcit eine beabstst-kigte sein kann. Wenn wir aber auch oben dem Könige Lcmuel seinen Bruder Agur streitig gemacht haben, so ist doch unzweifelhaft der Verfasser dieses Stückes ein geistiger Bruder des Verfassers von Kapitel 30, er hat nänrlich (wahrschcinlidals Zei! genösse) im Geiste desselben gearbeitet und jene Epistel vervollständigen wollen. Wenn jene satyrisdie Epistel gegen einen wollüstig ehebred-erisd-en König gerid-tet war, der einen anderen sd-welgerisd,cn König im Rausd-e getödtet hatte svgl. oben): — so haben wir hier Er- Mahnungen, die ein guter, gottgefälliger König erhalten hat. sDer

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