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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 10 · p. Seite 377

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 10
Article
Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap. 30 und Kap. 31, V. 1-9
Date
1858-01-01
Page
Seite 377 (sequence 3)
Language
German
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Wissenschaftliche Aussätze. 377 habe, in!!, Hiob 21, 21. Aber flctltcilt ist noch nicht in Schauren ge ordnet. 'Andere erklären es zu Ende gebracht, vollendet, in seiner Gesammthcit. Hier in wieder der Uebergang der Bedeutungen unerwiesen. 'Bockart (lli<׳r<>/.. II, 45:1) u. A. erklären es Beule theilcnd. Aber das Bcutetlicilen ist erst das Resultat des iiriegszuges. Aus die Wurzel zurückgebend erklären wir als die Grundbedeutung des Berbi: scharf abgeschnitten sei». Diese Bedeutung liegt dein Plural in der erwäbnten Stelle des Hiob zu Grunde und auch den Substantiuen דזץ Pfeil und חצץ sch arfkantiger ilieS (Spr. 20, 17. Tbreu. 3. Hi). Dagegen die sinnliche Bedeutung in unserer Stelle in die bildliche ucri anlino (>sso, mutbig sein, - übergegangen (daher auch im Arab. e<'I<’1it(u■ ivit) und ebenso »n Piel Nicht. 5, I I. welche Stelle, richtig verstaudm, übersetzt werden!»»!";: ״In Folge der Reden Derjenigen, ivelche zwischen den Tränkrinne» den Muth (!w. der Hirten) anspornten (dort erzablten sie nämlieb voll den Wobllbaten des Herrn, den Wohlthaten seiner Herrschaft in Israel! zog dann zu den Thoren hinab das Volk des Herrn." vgl. IOccU .s. 12, 11: ״die Worte der Weisen smd gleich Stacheln." — lieber die שנל:־ית besteht wiederum ein streit unter den Auslegern. Das; es eine Spinne bedeute, ist nicht wahrseheinlich. da für dieses Thier Iesai. 50, 5 der Raine עכב״ש vorkommt. Die ivahrseheiiilichere Deutung ist die seit Boehart reeipirre als Eidechse, weil das Wort ii» Ara bl l,»d Syrischen dieselbe Bedcutung hat und bequem vo סם, Gift, abgeleitet wird. Die hier gemeinte Eidechse ist ei» kleines Tbier, welches sich in de» Spalten alten Gemäuers, darum auch bäusig in (allen) Palästen aushält. Da sie ilur klein ist. und in der Rübe der Menschen wobnt, kan» inan sie leicht mit Händen greifen, und doch findet sie sieh in GonigSpaläsien, weil sie sich eben wegen ihrer illeinheil in dieselbeii leicht unbemerkt einschleieht. Ebenso bat der damals regierende tyrannische Schwächling sieh unbemerkt durch Ränke den Thron crschliche», 'n בידים mit den meisten Ausll. ״sie tastet mit Händen" zu übersehe», ist unstatthaft, weil, wenn auch, wie Lochart behanptct, der Eidechse Anne und Häiide zugeschrieben werde» könnten, dach für ״tasten" הכלעע־, ferner בידיה erwartet werden müßte, wenn dies Letztere überhaupt nökhig wäre. Außerdem braucht die keineswegS blinde Eidcebse nicht zu tasten. In der Uebersetzung aber, ״sic fängt mit den Armen" fehlt das Gegensätzliche, das doch durch והיא -offenbar angcdeutct wird. Frans rl, Monatsschrift VlI. 1t). 27

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