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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 9 · p. Seite 342

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 9
Article
Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap. 30 und Kap. 31, V. 1-9
Date
1858-01-01
Page
Seite 342 (sequence 14)
Language
German
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U2 Wissenschaftliche Aufsätze.;Jroci mit Zweien nervlichen werden, rechtfertigt sich durch die eben geschehene Erwähnung der beiden Vampprstöchter. — Ter ö 11 e itf 01) lu n fr טאור, welcher den Auslegern gar große Schwierigkeit gemacht, weil sie dabei an das wirkliche Todtenreich dachten, ist hier als bildliche Bezeichnung der xmcvfätliid)cn H a bsucht und des!naßlosen Ehrgeizes anzusehen. Durch die etymologische Ableitung, als das absolute ,.Verlangen", schon zu solcher Bezeichnung geeignet, wird das Wort a:zch mehrfach in der Schrift in diesem Sinne gebraucht. Wie Iesaj. 5. 14 der wirkliche ״Scheol sich erweitert und feineu Mund ins Grenzenlose austhut," um irdische Herrlichkeit zu verschlingen, so dehnt. Hab. 2. 5, ״der übermüthige Mann, der alle Stationen unter seinem Seepter sainmeln möchte, gleich dem Scheol, seine Begierde aus und ist unersättlich wie der Tod׳," — Ps. 5, ln wird der Schlund der Ungerechten mit einem ״offenen Grabe" verglichen*, — Spr. 27, 20 endlich werden ..die Augen des Menschen (in ihm* Begehrlichkeit) unersättlich genannt, wie d e r Sobe 0 ( u n d d a s Ver d er b eit. — Der v ersch l o sseii e Mutterschooß (wörtl. Verschließung des Ms) hier nicht, wie sonst in der h. 1(211־*., durch llnfruchtbarkeit verschlossen, sondern in׳ dem der Gatte die eheliche Pflicht versagte, was wohl damals viele in ausschweifender Polngainie lebende Große, einzelnen minder geliebten oder gar gehaßten fsraucn gegenüber tbaten. Diese waren dann uuerfättiiel) in ihrer gehemmten Sinneslust, der sie auf unerlanbte Weise außer der Ehe zu befriedigen suchten. (Wäre nur von unersältlicher Begierde i n n er b a l b der Ehe die Rede. so würde dieselbe nicht als gemeinschädliches Laster gerügt.) — Die ehrgeizige Habgier der Männer und die unkeusche Begierde der grauen wird unersättlich genannt, wie ein durstiges Erdreich, das nie des Regens satt wird und (was wieder ein in anderer Beziehung treffender Vergleich) wie ein fressendes Heuer, das alle ihn! im Wege stehenden Stoffe und zuletzt sich selbst verzehrt. — Mau darf ארץ nur ein Erdreich übersetzen, weil nicht jeder Boden gleich durstig ist und weil die Erde schlechthin als (Erdboden durch אדנלה gegeben wurde. — *pn wörtl. Hülle, sc. ist vorhanden, doch genug! — Die genannten beide): Laster sind die in der zweite!: Hälfte des Kap. dem ehemaligen Sklaven und der früheren Sklavin zur Last gelegten. De!,noch ziehe ich diese Strophe zur allgemeinen Charakteristik der Zeit, weil noch im D. 17 der Ursprung dieser wie der erstgenannten weitverbreiteten Schäden in den: schon V. 11 gerügten Mangel an Ehrfurcht vor den Eltern nachgewiesen wird. — B. 17 ein un-

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