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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 9 · p. Seite 338

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 9
Article
Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap. 30 und Kap. 31, V. 1-9
Date
1858-01-01
Page
Seite 338 (sequence 10)
Language
German
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338 Wissenschaftliche Aufsätze. dichterischer Anschanng ihnen Schwellen unterlegte (אדנים), welche sie mb intern alm1lu־öcfein; vgl. •j>iob 38, l—<i. — אפה @m! je, wo das Sein in das Nichte übergeht. Die L te l l e i!n Hi o b sch ei nt überhaupt unserem Autor als Borbild gedient zu haben, wenn audj nur zu freier Benutzung. — כי תדע beißt hier nicht, wenn Du ihn kennst", sc. den Schöpfer (Raschi, Iben (2sra), da wegen des negatioen Sinnes der?vrage wokl אה fteben würde, noch weniger: ״kennst Tu ilm?" (l^eiger. Baibinger u. A), fou^ern: ״ denn Du willst es ja erkennen", so. das Schöpfnngsgeheimniß, wozu der nnmittotharc Berkein׳ mit dem Schöpfer erforderlich wäre. Vgl. wiederum die Musterstelle Hiob 38, 3. 21. — B. b. Gottes Wort ist rein non Irrtbumern; dadurch behütet Gott seine gehörsamen Gläubigen vor jeder 'Verirrung und jedem Unheil. Pf. 12, 7. 8 liegt offenbar unserer Stelle und Pf. 113, 110 zu Grunde. — V. 6 erweiterte Anwendung oon Deuter. -1, 2 und 13, 1, d a st er nicht an Dir beweise so. die Unrichtigkeit Deiner ncugefundencn Lebensweisheit, indem er sie zu Schanden mach! und Dich durch dieselbe zu Schaden kommen laßt. Nur so kann הוכיח ב׳ übersetzt werden. Jn der Bedeutung ,.z^lrechtnnnsen" oder ..bestrafen" würde das 'Verb mit dem Aeeusativ (vgl. Gen. 21. 25>, Hiob 3, 17 u. oft) in der Bedeutung ״mit jemandem streiten, gegen ihn beweisen" mit אל oder עם verbunden werden (Hiob 13, 3׳, IN, 2!7 .23 ,׳). Der Gedanke, dast die Strafe ein Beweis begangenen Unrechts, auch Hiob!6, 8: ״Du beugtest mich, das galt als Zengniß." —ונכזבת vgl. Hiob 41, 1, und Du zum Lügner gemacht werdest. — B. 7—9. בטרם א׳ während der ganzen Zeit, welche dem Tode vorangeht. — בלא hier wohl das thatsächliehe Unrecht neben dem lügenhaften Worte als falschem Zeugniß, letzteres die damals gewöhnliche Sünde der Armen, erstens die der Reichen. Bertheau hielt den Bers für unverständlich, weil er dies Berhältntß übersah. Weshalb nach Geiger die griechischen Sophismen in der Reihe der Uebel neben Armuth und Reichthum stehen, ist gar nicht abznsehen. — הטריפני gieb mir טרף, Nahrung. ־— ph die für Jedermann bestimmte, regelmäßige Nahrung (vgl. Gen. 47, 22 u. sonst), entgegengesetzt den! Schwanken zwischen Armuth ttnd Neichthum. — V. 9 im ersten Theile Anwendung von Deut. 8, 12—18. — וכחשתי entweder (und dieses ist. wenn man Hosea 4, 2 vergleicht, das Wahrscheinlichere) aus Uebermuth dem Schwächeren sein Recht ableugnen (vgl. 2ev. 5, 21) und zwar, weil man spricht: ״Wer ist Gott?" d. b. Seine strafende Gerechtigkeit, die sich der Unterdrückten

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