Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 16)
- Language
- German
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296 AristeaS. liefen, und er war, was nicht unwahrscheinlich/ hierin der Dolmetsch der Menge, die, was in religiösen Dingen einmal gäng und gäbe ist, nicht gern fahren lasse» will. Darum dieser mit U' vielem Pomp ausgeschm tickte Hergang der klebersetz ung und diese Uebersetzer selbst sv weise Männer, darum wird — woraus n cht wenig (Gewicht \\\ legen — die Uebersetzung in 'Gegenwart der Priester, Vorsteher und des ganzen Volkes verlesen, und cs wird schließlich der Bann (Verwünschungen) gegen Den ausgesprochen, der etwas daran ändern würde. (>s wird nun mit mancher Wahrscheinlichkeit die Zeit auf-;usiuden sein, in welcher diese 2 dm ft versaßt wurde. Arifteas tritt dem Zweifel au der trebtheit der Uebersetzung entgegen, und läßt hierdurch Zweifler wahrnelnneu. <ייa11^ unhesaugen sagt aber Philo : ״ Wenn hbaldäer (bei ihm der gewöhnliche Ausdruck für Hebräer) die griechische Sprache und (6ried׳eu die chaldäisdw (hebräische) sidt angeeignet und die beiden Schriften, die dutldäische ttnd die üb er segle, gegen einander halten, so werden sie sie wie Schwestern, sa sogar wie eine und dieselbe Sd.mft sowohl dem Sach- IuIh'11 als den Aameu (einzelnen Vedentungen) nad> erkennen und jene nid»! nur als Uebersetzer, sonder» als begeisterte Maniter und Propbeten preisen." Also leine Ahnung, daß etwas unrichtig sei; und in der Tbat konnte solche im Geiste Philo's .nicht austommen, der, wie. anderswo nad'gcwicsen wurde, des 'Hebräischen völlig unkundig war ד. Pbilo ist aber von einer Seite!)ievräscntaut der religiösen Forschung i» Aleraudrien, und es kann daher mit ch'ecbt angenommen werden, das;;11 seiner Zeit daselbst die Kenntnis; des Hebräischen allgemein sehr schwach vertreten war. Anders in früheren Tagen; da gab cs in Aierandrien Gerichtshöfe, denen and; Palästina nicht Anerkennung versagte i.itetubot 26». In diese Zeit fällt die Abfassung des Artsteas; und da die älennrniß einer Sprache sid) nur allmälig in solche Unkenntuiß nmwandelt, wie sie in Philo wahrgenontmen wird, Pbilo aber unter fialignla lebte, so ist die Abfassttng des Arifteas mindestens nicht später als unter die letzten Ptolentäer;»verlegen. die Schuld der Zeit manches Unechte ein; es ist aber nichtsdestoweniger evident, dast die Ucbenever selbst häufig de» Sinn des Originals nicht richtig ausgesapk baden. >,z Pgt.!Vorstudien und unser ׳Program zur Eröffnung de« Seminars.