Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829220-2829229-2855933--04339-2855954- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
292 ilriftfai. (fr mus! fic >n''u' je(jt cnttaffcu י ), doch werbe er sie stets in ^ntem Andenken Gestalten, and) welle er, daß sie mit reiflichen Geschenken znrückkebren. (^r befahl hierauf, daß man das Nöthige zu ihrer Abreise verdereite, und beschenkte Jeden mit drei Prachtkleiden!, zwei Talenten Gold und einem Kelck, ein Talent an Wertd, ferner mit einem vollständigen Tiickgeräthe. Dem Eleazar übersendete er;el'11 Xil'd'e mit silbernen Lüsten und Allem was dazu gebärt, eine» Kelck von dreißig Talenten, zell» (Gewänder, Purpur, eine präcklige Krone, an bnndert Tücher ans Bvstns, Schüsseln und Becken, ferner zwei goldene Becher als Weibgeschenk. Zugleich ersuchte er ihn, daß wenn manche von diesen Männern zn ihm znrückkebren wollten, er es nickt verhindere. Denn er schätze eS sehr hock mit solchen Gelehrte» zusammenznleben, und bester ist, ans sie, als auf eitle Dinge Schätze zn verwenden. So habe ich nun, o PhilokraieS, meinem Versprechen gemäß Dir diesen Vorgang erzählt; und ick hoffe Du wirst Dich hierüber mehr als über an Mythen reiche Bucker freuen, da Dn ernsten Studien obliegst und ans sie Deine Zeit verwendest. Ich werde auch in Zukunft versuchen, Dir BemerkenSwertheS mitzutheilen, auf daß Du, wenn Dn eS liesest, einen schönen Lohn Deiner Wißbegierde sindest. To weit AristeaS. Werfen wir nun einen prüfenden Blick juu die Erzählung und den (frzähler. Daß dieser ein Jude sei wurde schon oben bemerkt, und es ist wohl dem aufmerksamen Leser nicht entgangen, daß die meisten auf die von Pbiladelphns vorgelegten Fragen erlheilten Antworten nur im jüdischen monotheistischen Geiste erfaßt und wiedergegeben sind. Zugleich resnltirt aber auch hieraus, die Erzählung ist durch und durch singirt. I» einem Gespräche mit einem Ptolemäer, mochte er noch so sehr den Wissenschaften zugethan und befreundet sein, konnte wohl nickt unbefangen auf das fünfte Gebot hingewiesen und andere Schriftstellen als bekannt vorausgesetzt werden. Und wie befremdend mußte ihm das vielfache Hindenten auf Gott erscheinen, wie nur in ihm zu unternehmen und anszuführen sei, wie er stets beisteben müsse, wie wir bei jedem Unternehmen seine Hülfe anzurufen haben u. s. w.s). Der Poly- S) Bgl. das IuLihefr 245, den Brief des Eleazar zu Ende. ׳.!> Aast jede Antwort schließt mit einer Hinweisung auf Gott. Wrr