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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 8 · p. Seite 291

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 8
Article
Aristeas
Date
1858-01-01
Page
Seite 291 (sequence 11)
Language
German
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daß ihren Oberen eine Abschrift des Olesetzes siegeln׳» werde. Und als die flh'Üe» verlesen wurde», da sorache» der Priester und die Oberen des Voltes: ״Da die Uebersetzung so vortrefflich »nd würdig und allenthalben siena» ist, se ffenit es, daß sie i» dieser Gestall für immer verbleibe und nie eine Veränderung an ihr eersienenune» werde. Und da die ga»;e Menge ihren Beifall str erkennen gab, se befahl Demetrius, daß, se wie es bei de» Inden Sitte in, über Denjenigen Verwünschungen ausgesvrochen werde», der an dieser Uebersetzung durch Hin;usngung, Versetzung eder Weglassung etwas verändern würde. Und sie handelten hierin richtig, ans daß die Uebersetzung ewig und »»verändert erhalten werde. Und ali? alles dieses dem König mitgetheilr wurde, sreuete er sich sehr, (rr erblickte hierin (in der vorgedachten allgemeinen Billigung und Aufnahme) den Beweis, daß dem vvn ihm Beabsichtigteu «einer guten Uebersetzung der Schritt) völlig entsprechen sei. Und als ihm das traute vorgelesen wurde, bewunderte er die Weisheit des Gesetzgebers und fragte den Demetrius: Wie gehet es sti, daß kein Ostffchichkscbreiber »der Dichter eines solchen vollendeten Werkes (Erwähnung lhuk? Woraus jener erwrderte: Diese Gesetzgebung ist heilig und ging von Gott aus; es machten Manche den Versuch, wurden aber von göttlicher Strafe befalle» und standen daher von ihrem Vorhaben ab. So hörte ich, daß, als Theopompus Manches ans diesem lVesetze in einer nicht gan; gelungenen Uebersetzung in sein <^eschichrswe>k ansnehmen wollte, er sich mehr als dreißig Tage in einer tscisteslahm )mg befunden habe, und als er bei nachlafsender Krankheit die Gottheit um Aufschluß, warum ihm Solches geschehen sei, befragt, habe er im Traume die Antwort erhalten, weil er Görtliches gewöhnlichen Menschen inittheilen wolle. Als er hierauf von seinem Vorhaben abgestanden, sei er genesen. Auch hörte ich von dem Tragödiendichter Theodektns. daß er, als er Mauches aus diesem Buche einem Drama entlehnen wollte, erblindet sei. Orr erkannte bei tieferem Nachdenken die Ursache des ihn betroffenen Unglücks, und suchte durch längere Zeit die Gottheit ans^nsöhne». Der König übernahm mit vieler Ehrfurcht die Bücher und befahl, sie mit vieler Sorgfalt ansznhewahre». Die U ebersetz er ersuchte er, daß sie von Judäa aus ihn häufig besuchen möchten.

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