Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 10)
- Language
- German
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'■)IniRiuv 0(׳2;untern Mo Philosophen waren mit Bewunderung erfüllt. 6s dürste sogar inanchem Leser Obi^cis unglaubbar erscl,einen. Ich bnbc mir datier aus den königlichen Tabelle» eine Abschrift geben lassen; wie Dir besannt ist werden alle öffentlichen Verhandlungen schriftlich ausgenommen und am andern Tage nochmals verlesen, damit wenn etwas geseblt iss, es verbessert werde. Aus diesen also genau ver;eich»eten Tabellen l'abe ich, obschon ich selbst anwesend war und mit vieler Aufmerksamkeit;ubörte, Obiges entnommen und tbeile es Dir, dem Wissbegierigen, mit. Drei Tage hierauf begleitete Demetrius die Männer nach einer sieben Ttadie» entfernten Insel; dort war ein am »ördlichen User in einer stille» (legend gelegenes Hans mit allem Notlügen verleben worden, und er forderte sie ans, an die Ucbersetzung;» geben. Tie beaaben sich nun an das Werk und stellten durch gegenseitige Mittbeilttnge» eine Uebereinstimnuing sin der Nebersetzungi her, und jeden Tbeil, den sie so übereinstimmend überseht batten, überreichten sie dem Demetrius schristlich. Tie versammelten sich täglich gemeinschaftlich bis unt die neunte Ttunde, hieraus gingen sie auseinander, um sich v' pflegen und es wurde ihnen, waS sie nnr immer wünschten, in vollem Masse gereicht: Dorotbens war hiermit ans Besebl des Königs beauftragt. Jeden Morgen begaben sie stell auch an den Hot und bearssssten de״ König, woraus sie wieder;nrückkehrten. Narb der bei allen Inden übliche» Weile lvuschen sie siö׳ die Hände im Meere, bevor sie \n Gott beteten, und begaben sich lU'. uuu an die Uebersehnng. Als sie befragt wurden, warum sie sich die Hände vor dem Gebete waschen, antworteten sie: Dieses ist ein Anzeichen, dass man nichts Böses begangen habe, da jede Handlung durch die Hand bewerkstelligt wird. iZie be-;ogen Alles trefflich, bemerkt Aristeas bier;n, aus Wahrheit und (Gerechtigkeit;urück.i Tie kamen also jeden Morgen an jenem angenebinen stilleil und freundlichen Orte zusammen und vollendeten das 'Werk. 6s traf sieb nun aber, dass sie — gleichsam als wäre es mit Vorsatz geschehen — in zwei und siebenffg Tagen die Uebersejzuna beendigten. DeinetriuS ließ hierauf die gesannnten Juden AlerandrienS nach jenem Orte bcrnfen, und laS ihnen in bicgenwart der kleb ersesser die Uebersetzung vor. Diese wurden als Urheber eines großen Gutes von der Menge mit vielem Lobe überhäuft, welches auch dem Demetrius gespendet wurde. Zugleich baten sie ihn,