Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 5)
- Language
- German
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AristeaS. 285 gcschlechtc wohl thut, Gesundheit Nahrung ic. Jcdeni \\\x Zeit spendet." ״Wie erlange ich in Nechtsprechen und UrtheilSfällcn Ancr׳ kennung auch von Jenen, denen das llrtcl znm diachtbeile ist?" wendete er sich an den Felgenden. ״Wenn Du Dich Allen gleich zugänglich im Worte zeigst, und nicht stolz und im Bewußtsein Deiner Macht den Fehlenden vernrtbeilst. Und Du wirst dahin gelangen, wen» Du daS Verfahren der Gottheit beobachtest. Den Würdigen gewährt er ihre Wünsche, den Fehlenden zeigt er durch Tranmgesichtc oder andere Begegnungen ihre Fehltritte an; und er straft nicht nach dem Maße der Sünden, noch nach der Größe seiner Macht, sondern mit Milde." (kr wendete sich zum Folgenden mit der Frage: ,,Wie werde ich im Kriege unbesiegbar sein?" ״Wenn Du weder aus Menge, noch auf Macht Dein Vertrauen sehest, sondern stets Gott anrufest, daß er Deine in Gerechtigkeit erfaßten Anschläge gelingcn lasse." ,,'Wie werde ich dem Feinde furchtbar sein?" fragte er einen Andern. Wenn Du Dich mit Waffen und große»! Heere persiehst und dennoch durch längere Zeit nicht Krieg führest. So verbreitet sich auch der Schrecken vor der Macht GvttcS über alle Gemüthcr, obschon er anfschiebt." Hierauf zum Folgenden: ״WaS ist daS Trefflichste im Leben?" ״Die (krkenntniß, daß Gott Alles beherrscht, und nicht unsere Rathschlage treffliche Gefolge herbeiführen, sondern von ihm Alles gelenkt und vollendet werde." ״Wie werde ick ungestört in meinen! Besitze verbleiben und ihn »och weiter meinen Nachkommen übergeben?" ״Wenn Du Dich, antwortete der Befragte, an Gott wendest, daß er Dir den Unternehmungen entsprechende Rathschläge eingcbe; und wenn Dn Deine Kinder ermahnest sich nicht der Würde und des ReichthnmS zu nberheben: Gott schenkt die Macht und Niemand darf sie sich selbst znschrciben." ״Wie werde ich alle Bcgegniffe des Lebens gleichmäßig ertragen?" fragte der König den Folgenden: ״Wenn Du die lieberzeugnng in Dir trägst, der Mensch sei so von Gott erschaffen, daß er viel Trübes und viel Angenehmes erfährt und es giebt feineu Menschen, der nicht diesem Wechsel unterliege. Gott perleihet die Seeelenruhe, und wir müssen uns an ihn um sie wenden." ״Wie werde ich rein bleiben?" Der Befragte antwortete nach