Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Die von Dr. R. Petermann ...]
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
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Notizen. 277 nach Nord, darauf gegen West, um in der Nähe von Gsdüd selbstständig ins Meer zu münden. Unweit östlich dieses Dorfes vereinigt sich mit diesem Hauptbache ein Nebenbach. welcher das Gewässer im Bezirke Böt-Dschibrin bis Terkümieh hinan aufnimmt, und zwar fließt letzterer Bach von Ras Ain el-Kof nach Terkmnich Scnnübereh. Nächst-, Bat Dschibrin, Söta, Ed-Dschusär, Es-Sawäfir, Bet Darstsch. — Durch die Betrachtung der Configuration des Bodens und des Wassersystems wird die Prüfung der Straßen wesentlich erleichtert. Welche Straße führt nach Ghäsch? Eine über Namleh, eine andere über Hebron und eine dritte über El-Chadher, die sich bei El- Häsan in eine Thal- und Bergstraße spaltet, in der Weise, daß sich dann beide Zweige bei Böt Netif vereinigen. Sie erreicht dann Bet Dschibrin. Ich wählte den Thalweg. Die Tradition, welche sich an den Philippsbrunnen im Wadi Hanieh knüpft, möchte zur Vermutbung leiten, daß etwa hier der Weg nach Gaza durchsührte; allein dieselbe verliert nach meiner Untersuchung allen Halt. Als ich den Wintcrbach von Bettir an abwärts mit seiner Unmasse von Geschieben, seinen äußerst launenhaften Windungen, selbst gegen Osten aufmerksamer bclrachtctc, als das Auge sich an der Oede der Gegend, an dem Mangel von Cnltur. selbst von einem Fußpfade ermüdete, war für mich das Räthsel gelöst, daß dieses Thal keine Straße bis zur Vereinigung beider großen Wintcrbäche, je durchschnitt. Von Bettin hinaus gen El-Hasän. um etwa hier cinzulenken. geht cs steil und besteht einer der schlechtesten Wege, während die Jerusalcm-El-Ckadher-Straßc sich sorgfältig an die Wasserscheide haltend, starke Steigung vermeidet oder umgeht. Hingegen konnte eine Straße durch den Wstdi Sarstr in der Richtung nach ASkalän oder Ghasch angelegt sein. Die Straße über Abu Ghösch und Ranileh ist die jetzt weitaus am meisten besuchte. Wir gehen jetzt über zur Verbindung der Meeresküste mit Ieru« salem. Für diese Stadt ist eine möglichst kurze und eine gute Verbindung mit einem Mccreshafen von unendlichem Werthc. Die in unfern Tagen gebrauchteste Straße vom Büb Wädi Ali bis Ierusalem ist zu allen Zeiten des Jahres schlecht, besonders seht sie Kräfte und Muth des schwachen Geschlechtes auf die Probe, und wenn man auf den Meeresfluthen die Leiden überwunden, so warten auf den Pilger und die Pilgerin noch andere, oft noch größere. Von Lätrün abwärts bis Zäsa ist bei stark anhaltendem Regen die Straße, wenn nicht geradezu ungangbar, doch ungemein beschwerlich. Za, es kann