Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 11)
- Language
- German
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Ariftea». 247 nehmen möchte. Und so wurde mir die Größe der Anlagen, wie ich sie mitgetheilt, klar'). Die Priester zeichnen sich durch Stärke, Ornat und Ruhe ans. Jedermann verrichtet seinen Dienst ohne hierzu aufgcsordert zu sein, obschon er sehr beschwerlich ist. Jedem liegt ein Amt ob, mit dem er sich ununterbrochen befaßt. Einige besorgen das Holz, Andere das Ocl, Andere das feine Mebl, Andere Weihrauch; Andere verbrennen die Ganzopser und zeigen dabei eine außerordentliche Stärke; sie tragen mit beiden Händen die Schenkel von Stieren, deren jeder fast ein Talent hat und sie heben sie mit beiden Händen bis zu einer gewissen Höhe empor, ohne je etwas fallen zu lassen 1 * * * * * * 8). In ähnlicher Weise bringen sie auch die Theile der Schafe und Ziegen dar, die von wunderbarem Gewicht und Fett sind. Denn cs liegt Einigen ob, nur solche Stücke auszuwählen, die fehlerfrei und von besonderer Fettigkeit sind. — Zur Ruhestätte haben die Priester einen Platz angewiesen, wo sic sich setzen und auSrubeii; ist dieses geschchen, so gehen sic mit frischen: Muth an ihren Dienst ohne daß Jemand ihn ihnen aufträgt. GS herrscht völliges Stillschweigen, so daß man vermeinen könnte an einem Orte zu sein, wo sich kein Mensch befindet, obschon ungefähr siebe» hundert Priester anwesend sind und eine große, Opfer darbringende Menge. Alles wird mit würdiger Ehrfurcht vor der großen hier thronenden Gottheit vollbracht. Ein großes Erstaunen überwältigte uns als wir den Elcazar in seinem Dienste und in seiner das Untcrgewaud bedeckenden prächtigen Priesterkleidung und den daran sich befindenden Steinen sahen. ES hängen an dessen bis zu den Füßen reichenden Enden goldene Glocken, die ein eigenthmuliches harmonisches Echo gaben, und zwischen jeder waren inaunigfache mit Blumen 1) Don der Wasserleitung im Tempel wird auf mekreren Leiten gesprachen. Sie wird .אשד genannt, vgl. Tcmura 7, «i und sonst, und floß in den Kedron ab, vgl. Me'ila 3, 3. Diese Wasserleitung (oder vielmehr Röhre) hatte jedoch zunächst zur Quelle die im Tempel sich befindende graste Eisterne .בור זזגמיד genannt, vgl. Middot 5. -1. — Dast mau sie zuweilen offnete um das Blut abzuspüien, zeigt Pcsachim 5, 8; wo jedoch dieses nur bei der Opferung des Pesach erzählt wird.— Bon einer von ferne hergcleiteten Quelle (von ov׳p pp) wird Joma 3l und Sabachim 54 gesprochen, und auf diese (vgl. Rasch: Zoma 3U) dürste die Beschreibung des Aristeas anzuwenden sein. 8) AehnlicheS wird, aber nur als eine seltene Erscheinung. Eueca 52 k. «zählt.