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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 6 · p. Seite 230

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1858-01-01
Page
Seite 230 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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230 Recensionen und Anzeigen. dieses Alphabet gebildet worden, ist nach der Meinung des Vers, ein durchaus organisches! die Laute, die einem und demselben Sprachorganc angeboren, haben die größte Aehnlichkeit unter einander, indem der Erfinder den einfachsten Laut dcp jedesmaligen Gattung durch ein Zeichen firirke. bildete er die anderen Laute derselben Gattung durch Differcnzirung oder Potcnzirung derselben. In einer beigefügten Tafel macht der Vers, diese Behauptung ganz anschaulich; wir glauden, daß kein Leser diese Partie unbefriedigt aus den Händen legen wird. — Der Vers, zieht nun die Schrift der Inschrift selber zum Beweise ihres spätem Alters herbei und beruft sich auf die vielen Aramäeismeu, die in dieser Inschrift — nach den ״ Eombinationen" des Verf. — gesunden werden. Wir haben uns schon über diese Art der Beweisführung ausgesprochen. Das zweite Heft enthält drei Abhandlungen. ,.Herr Professor Ewald nochmals als Punier gewürdigt. Backsteine, Gemmen und Siegel aus Mesopotamien mit pböuizischer (altsemitischcr) Schrift. Erklärung sänuntlicher neuphönizischer Inschriften." Die erste Ab« Handlung enthält eine schärft Zurückweisung Ewalds, der den Verf. in der bei Ewald bekannten ungeziemenden und verwerflichen Weise angegriffen Halle. Wir gehen hierüber weg. — Um so interessanter sind die beiden anderen Abhandlungen, und es ist hier auch ein er» freulichcr Fortschritt zu bemerken. Der Vers, trägt an mehreren Stellen seine Ansichten unter bescheidenem Zweifel vor. Es werden hier Inschriften nntgethcilt, die der Vers.!Heils im britischen Museum gefunden. tbcils aus verschiedenen Werken zusammcngetragcn hat. Die Entzifferung wird versucht; und wenn auch nur selten mit ganzem Erfolg, so ist z!l bedenken, daß auf diesem trockenen und erschöpfenden Gebiete schon im Versuchen ein Verdienst liegt. — Zu Gemme 7 (S. 32), die die Inschrift לססראל hat. glauben wir nicht mit dem Verf. lesen zu können סד) לסדכדאל in der assyr. Keilschrift nach Oppcrt ״Fürst"). Wir erinnern daran, daß 00 sich in mehreren Wörtern erhalten: vgl. ססטנא;ססטטד ,ססבול . Aus ספטיא ist ru ersehen, daß 00 die Bedentung ״viel" habe. Und auch ספמטד (Ioma 9) dürfte in dieser Weise (und nicht wie cs Raschi und Arueu ausfassen) zu erklären sein. Die Stelle lautet: 10 עכשיו שעליתב כדלתות גטשלתב לאיו שדרקב שולט; und hierauf טאי ארז אטד עולא ססטגור. Ter Sinn ist folgender: Ihr seid nun verglichen mit der Eeder, an der der Wurm nagt. Was ist gemeint unter Ecder (an der gewöhnlichen Eeder nagt nicht der Wurm)? סטטטד: die ססטטד benannte Eeder? Dieses טטד vielleicht wls טגרה, die vielsägige (stachelig«) Eeder. oder ,טטדד vgl. Maasrot 1. 2

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