Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Autorschaft, Abfassungszeit und Composition der Halachot Gedolot
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 10)
- Language
- German
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226 Wissenschaftliche Aussätze. Einschiebsel von den Jüngern R. Jehudai's in dir H. G. hinein practizirt wurden, sondern daß der Verfasser gutachtliche Entscheidungen seiner Vorgänger für seinen Zweck benutzt hat. Fassen wir jetzt das Ergebniß zusammen. R. Hai' sagt ausdrücklich, daß der Verfasser, R. Simon, viel später als R. Jchuda'i' gelebt hat. Wir haben ferner gefunden. daß das Werk gegen Karäcr polemisirt und einen Gaon Zeinach den Paltoi, der gegen Ende des nennten Jahrhunderts sungirie, citirt. Folglich lebte der Vers, ftühcstens zu Ende des neuntcn oder Anfang des zehnten Jahrhunderts und war ein älterer Zeitgenosse Saadja'S. So viel jetzt bekannt ist, werden die H. G. zuerst von Schcrira erwähnt (Vergl. Scka'are Zedck V, 7, 27 p. 90a.) Wäre das Werk aber aus der ältesten Zeit der Gaoniin und noch älter als die H. Pcsukoth des R. Jehudcu, so würde es von den frühem Gaoniin als Quelle angeführt, und diese würden bei ihren Nesponscn mancher Arbeit überboben worden sein. Daher ist es erklärlich, das Vieles uns in den H. G. schon fest und abgeschlossen erscheint, was in den gutachtlichen Aeußerungen der Gaoniin »ock unsicher und controvcrsiv ist. -- Die Zcitfragc ist hiermit entschieden. Die Tatumangabc des Abraham Jbn.Daud, daß der Verfasser im Jahre 741. geschrieben, muß also unrichtig sein. Höchst wahrscheinlich ist die Zahl 1052 Scl. corrumpirt. vielleicht ist so zu lesen! ״) 1202) א׳ ר״בd. 891) für א":ב. Mit der Zeitfrage ist aber auch die Frage über Autorschaft der H. G. gelöst. N. Jehudai Gaon kann unmöglich der Verfasser sein, weil er nicht die Dccisioncn von Gaonim benutze» konnte, die über ein Jahrhundert spater gelebt haben. Vielmehr müssten wir uns an N. Hal's Angabe halten, Laß N. Simon aus Misr oder Alt« KaVra (Fostat) der Verfasser war. — R. Simon scheint aber in Ba« bylonien gelebt zn haben, denn er ist mit den Verhältnissen dieses Landes sehr vertraut. Das ergibt sich aus mehreren Momenten. l) Er kennt das Mas; der Stadt Lassora und bestimmt danach die Hebe von, Teige! ושיעור עיסה דסהויב לאפדושי ממנה חלה קפיזא 15) בדפידי (?) דהאוי סקוק (?) וארבע כולי בדבצרחb). — כולי oder richtiger zu lesen כילי ist das arabische ein Hohlmaß. . 2) Er kennt persisch« Wörter und erklärt damit talmudische. Das Wort כיסאני . erklärt er durch Las persische Wort שאהרגג ----- oder seinen regale, seinen cannabinum (Dcrgl. de Sacy Chrestomathie arabe 2. ed. I 269). Die Stelle