Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Autorschaft, Abfassungszeit und Composition der Halachot Gedolot
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
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220 Wissenschaftlich« Aufsätz«. nämlich eine Decision der H. G. durch eine andere de- R. Lehudat und bemerkt dabei. Simon habe den l etzteren mißverstanden: דשאלתון אשכחנון בהלכות גדולות ואי לית ליה למיכל כולא סעודתא מהאיך דמנטר אכיל ברישא כוית מהאי הסנטר — ובהלכות דר׳ י הו ד אי חילוף ואי לית ליה למיכל אכיל ברישא מהאיך דל א סנטר — הכא חזינא ראשכחתון בהלכות דרב מר יהודאי לאו טעות סופר הוא אלא הכין הא מלתא משמיה ומשטא דרבוותא אוזדיני נטי יסודי עולם — ורבן שמעון כצדויא דתקן הלבות גדולות לא קט אטעטיהון רמר רב יהודאי ודהנך רבוותא — טעה ולא אכקא לשטעחא לטעטא. (Teschubol Gaonim Kadmonim sä. D. Cassel. Berlin 1848. No. 87 3). Dieser Passus sagt aber noch mehr aus. Der Bcrf. der H. G. hat nicht bloß R. Zehudat'. sondern auch spätere Autoritäten, welche dieselbe Decision ausgestellt, mißverstanden, folglich hat er viel später als R. Iehudal, lange nach 762, gelebt. Herr Rappoport, durch Ibn Daud'S Datumangabe besangen, deutet diese Stelle auf eine Weise, die ich aus Hochachtung für den Veterancn. lieber der Vergessenheit anheim geben will. Wir haben also hier ein ganz unzweideutiges Zcugmß einer gewichtigen Autorität, daß erstendie H. G. Simon Kaira zum Verfasser haben, und zweitens daß derselbe viel jünger war als R. Ichuta'i Gaon. Der erste Punkt ist auch aus einem andern Ausspruch des R. Hai erwiesen (citirt in Ma'arich, weiter unten mitgerheilt): דבר זה כתוב בהלכות ר׳ שטעון קיירא. — Indessen, wenn dieses Zeugniß richtig sein soll, muß es sich auch aus dem In« Halle des Werkes selbst ergeben; wir wollen olso hier die Momente zusammcnftellen. woraus sich ergibt, daß der Verfass«׳.׳ der H. G. 3) Da dieses Citat auS den Haiachok Gedolot. nach R. Häi'S Zeugniß, von R. Simon henühri und doch chaldäisch lautet, so ist auch hierdurch Herrn Rapp. Kriterium erschüttert, daß dessen Decisionen rein hebräisch gewesen seien. — Hier zeig! sich auch, wie sehr unser Tert der H. G. corrumpirt ist. In unsrer Ausgabe lautet die Stelle nämlich ganz wie bei Iehuda'i Gaon אב*?1 ברישא 8ד»י דר* פושר (H.Pesach S. Lblls). — Das jedensalls eorrumpirle Wort בצר7יא emendirt Rapp, in .ניירואר aus Kaira (Einleitung zu den genannten ReSponsen S. l2o). Ich möchte dafür vorschlagen die Correctur פצדייא. Att-Kaira. richtiger Fostat. schon von Amru unter dem Chatisen Omar 1. erbaue», führte bei den Arabern den Namen Misr פצר und nicht Kaira. פצרייא wäre demnach ein ganz sprachgemäßeS Adjektiv von פצר. Es versteht sich von selbst, das; an daS eigentliche Karr», die Residenz, de» satimidischen Chalisen, das «ist um 98V, als» zu R. Scherira'S Zelt erbaut worden., nicht ju dentrn ist.