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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 5 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 5
Article
Die Geschichte der Juden im Trier'schen
Date
1858-01-01
Page
Seite 183 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Die Geschichte der Juden im Trier'schen. 183 uns also an der südwestlichen Seite der beutigen Juden,erfasse eine Mauer zu denken, hinter welcher der Judenkirchhof auf einem Theile des jetzigen VichmarktS lag. Die Vermuthung liegt nabe, daß ursprünglich auch die Judenschaft der Stadt in der Nähe dieses ihres BegräbnißplatzeS gewohnt habe, mithin das Judenviertel in der ältesten Zeit dort zu suchen sei. In späterer Zeit finden wir das Ghetto im nördlichen Stadtthcile (laut einer llrkünde von '1488, die zweier Häuser erwähnt, gelegen ״unter den Juden, zwischen dem Dcutschhcrreu-Hause und dem Hause der Sackträger", und oben eingeschränkt durch den Fischback, die JacobS- und Mosclgasse. Diese Verlegung scheint um die Mitte des 15. Jahrhunderts, nachdem den auSgewiesenen Juden die Niederlassung in den Städten deö Landes wieder erlaubt worden, stattgcsnnden zu haben. Nicht sehr lange Hernach, im Jabre 1418, bezeichuete der Erzbischof Otto von Ziegenheim den Antritt seiner Regierung durch Austreibung aller im Erzstiftc angesiedelten Juden, die bis dahin die ausgedehnteste Freiheit, namentlich in Bezug auf Güterbesitz, genossen hatten.. Die Veranlassung war, nach Angabe der Geschichte, tiefer Groll, weil ihm die Juden in seinen jünger« Jahren, ״wo er vielleicht eine freiere Lebensart führte", kein Geld borgten; damals habe er geschworen, es ihnen, wenn es je in seinen Kräften stehe, vergelten zu wollen. Sobald er nun Churfürst geworden, setzte er diesen Schwur in Erfüllung; alle Juden mußten auf seinen Befehl ausnahmslos mit Sack und Pack der Stadt den Rücken kehren 1). Den Koblenzer Judenkirchhof erthcilte dieser Fürst in einem am 4. August 1421 ausgestellten'Briese den Töchtern des Gottfried Sack von Dieblich als Lehen. Wem damals der Trier'sche Judenkirchhof ertheilt wurde, dürste wohl noch zu ermitteln sein. Im Jahre 1517, zu Zeiten des Erzbischofs Richard (von Greiffenklau) trug ihn Philipp von Sirck zu Lehen, und im Jahre 1552 wurde der gleichnamige Sohn des Genannten vom Erzbischof Johann V. (von Isenburg) in diesem Besitze bestätigt. . Der Churfürst Richard von Greiffen kl an, der auch Coblen; unter seiner Herrschaft hatte, wollte einigen Inden dieser Stadt die Niederlassung gewähren; die Bürger widersetzten sich aber und willigten erst ein, nachdem vom churfürstlichen Rath die 1) Stammal, Trierer Chronik S, tlv. '׳ J

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