Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Geschichte der Juden im Trier'schen
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 4)
- Language
- German
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182 Die Geschichte der Juden im Trier schen. schirmen ", Beleidigung und Häuserstürmungen derselben bestrafen wollten,, daß nur fünfzig Familien mit Kindern und Gesinde ausgenommen werden und diese nur drei offene Thoren und vier offene in die gemeine Trierstraßen stoßende Kellerthüren haben, die andern vermauert werden sollten. Wenn Christen von den Juden Wohnungen abmicthcn, so sei diesen wieder gestattet, sich nach Belieben Thüren und Pforten zu machen, aber nach hinten müßten alle Ausgänge versperrt werden, damit kein Verkehr zwischen Inden und Christen stattfände, sobald aber die Juden ihre Wohnungen wieder in Besitz nehmen, müssen sie sie wieder in ersten Stand setzen. Für diesen Schutz und die Belassnng in ihren alten ״gewohnheiden" hatten die Juden der Stadt, wenn sie fünfundzwanzig Familien zählten, 50 Pfund ״schwartze lhurneiße", und wenn fünfzig Familien, 100 Pfund derselben fahrlich zu entrichten 7). In diesem Vertrage verwahren sich die Bürger, daß, wenn eyne gemeine Judenschlacht ף oder erstörungen im Lande ausbrechen sollten, vor der sie ihre Juden nicht schützen wollten oder konnten, sie den Juden ihren Schutz vierzehn Tage voraus kündigen könnten^). Zwei von den hier angeführten Thoren sind noch gegenwärtig unweit des Simonöthorcs zu sehen, das dritte war nahe am sogenannten ״Stock"; auch von den Kellerthüren sind noch Spuren vorhanden. Vor dieser Zeit wohnten die Juden in der ״Judemergasse", da, wo der Judenkirchhof war, d. i. nahe am jetzigen Viehmarkt. In dem Bericht des Rentners und städtischen Beigeordneten Herrn Schümann in Trier, heißt es in dem Jahresbericht der Gesellschaft für nützliche Forschungen vom Jahre 1854: Der Name Judemergasse ist eine Corruption aus Juden-, maucrgassc. Ueber den Ursprung dieser Bezeichnung belehrt uns eine Urkunde vom Jahre 1529, worin von zweien, dem St. Jacobs-Hospital zugehörigen Hänsern gesagt wird, daß sie ,gelegen seien ״gegen de» Judenkirchhof in der Jüdemergaffen"; ebenso wird in einer,Urkunde vom Jahre 1582 die St. Antonius-Kapelle bezeichnet, als ״ liegend an dem Judenkirchhof". Wir haben •1• / 7) Nach unserm Gelde etwa- 157 Thaler cun,. , . S) Man merke. wie man eine ״Judenschlachr״ als etwas. Alltägliches betrachtete.!; ׳׳., 9) Hontheim II-, 227—229.