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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 5 · p. Seite 176

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 5
Article
Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg
Date
1858-01-01
Page
Seite 176 (sequence 14)
Language
German
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170 Zur Mi’üfidm der Tvnagvgeu-Gomcinde in Königsberg. linfcv ail<׳rgnädigster Best bl an Euch, gegen Auszahlung besagtersitlhlr. 100 ,.nm dortigen Wavscnbause denen alldort wohnenden Juden einen solchen Platz, wo sie ihre Tobten begraben können, an einen unschädlichen Ork anznweisen, auch nicht zu gestatten, daß srcmde Inden ohne Unserer alldort wohnender verglciteter Inden Genehmhaltnug und Borbewnßt Jemand ihrer Verstordenen an solchen Ort begraben. Segcd u. s. «!-) Die Einzahlung der 100 Tblr. und mit ibr die sactische׳ Erwerbung eines Platze» erfolgte unter dem 16. Juli 1704 durch Marcus Ilten und das erste Begräbniß ans den, eigenen- Fried böse der Gemeinde fand im folgenden Jahre lam 12. KiSlew 546'Z Statt. Der auf diese Weise seiner Bestimmung wirklich anbeimgegebene Platz wurde drei Tage darauf sam IS. Ki-slew) feierlich eingeweihet, welcher Tag denn auch alljährlich bis zur neuesten Zeit non der hiesigen Beerdigungs-Gesellschaft in echt Israelitischer Weise festlich begangen wurde. Eine Erwciternng des Begräbnisiplatzcs wurde später wiederholentlich nöthig und durch neue Ankäufe in den Jahren 1726, 39, 57 und 66 bewerkstelliget/) welches zugleich die rasche Zunahme der Gemeindeglieder in dem schwarzen Spiegelbilde des Lebens erschauen läßt. Während der über den Begräbnißplatz gepflogenen Unter- Handlungen verursachte eine Deunneiation wegen des Gebetes/׳ ״An uus ist eS zu rühmen" (ulonu lo.schabOeuch), welche — wie aus dem König!. Erlaß am 13. Scptemb. 1702 sich ergibt — von einem getauften Juden ausging, der jungen Gemeinde neue Unrube. Dies alte und seinem Inhalte nach sehr schöne Gebet stellt bekanntlich die Israelitische GotteSerkenntniß den heidnischen Jrrthümcrn entgegen, mit dem mcssianischen Wunsche schließend, 2) Nack einer Copin vidimata uotn I. ISls, welche. wie die unmittelbar folgenden freit Begräbnislplag bctrcffenfrcit Notizen, Herr 2. V. Driesen. Vor*, lieber bei* lueft^cn Beerdigungsgesellschaft, mir luitzuthcilen die Güte halte. 3) Die Inschrift des Grabsteines an diesem ältesten Grabe nennt den Verstorbenen.הר״ר מידני נטו׳ ח^ם ד׳צי־1 טק״ק טיינדן י und rühmt die Wirksamkeit desselben bei der Begräbnisiangelegenheit: עסק והשתדל סצד הקסדות. Die Identitat des Vornamens läßt also an den oben genannten Marcus Ilten denken, der im Jahre vorher bei dem Ankauf des Planes thätig gewesen, sich demnach selbst durch die damalige Mühewaltung die wohlverdiente Ruhe in dieser Erde gesichert. 4) Die mir vorliegenden Documente über diese allmäligen Erwerbungen werden bei den Acren der hiesigen Beerdigungs^Gesellschast ausbewahrt.

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