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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 4 · p. Seite 156

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 4
Article
Notizen zum Leitartikel
Date
1858-01-01
Page
Seite 156 (sequence 12)
Language
German
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156 Notizen. seitigsten Männer des Judenthums, dessen bedeutende Verdienste um die Schriftauslcgung selbst ein Maiinuni allerkannte. Die dankbare Nachwelt betrachtete ihn als den eigentlichen Begründer der grammatisch׳historischen Exegese (־אש הפונים, bei Misrachi zu Gen. 4l, 2 und פל1לה nnill , פ' נח j». 15b). Seine witzige und gtänzende Diction, seine oft dunkel vorgctragenen. dem gewöhnlichen Verständnisse sich entziehenden Sätze erhöhten den Reiz seiner zahlreichen 'und über oerschicdenc Gebiete sich erstreckenden Schriften. Nachmani wußte ebenfalls diese Vorzüge Jbn Esra's zu würdigen und ließ ihnen volle Gerechtigkeit widerfahren. Jbn Esra hatte aber noch eine ander« Seite, die dem gläubigen Sinne Nachmani's an« stößig war und dessen schonungslose Kritik Hervorrufen mußte. Jbn Esra sagte sich nämlich in seinen Coinnientarcir an vielen Stellen von der traditionellen Exegese los. trat aber init seinen Ansichten nicht offen hervor, sondern beobachtete ein gewisses Schwanken, sprach an einem Orte seine unbedingte Verehrung für die Auffassung der Alten , au- und legte wieder an vielen anderen mit einem absichtlichen Dunkel umgebenen Sätzen seinen Protest gegen dieselbe nieder. Besonders richtete er die Pfeile seines Witzes gegen die hagadische Auslegung der Schrift und hob oft ihre Unvereinbarkeit mit dem Wortfinn« hervor. Gegen eine so unzweideutig ausgesprochene Verwerfung der hergebrachten Interpretation mußte Nachinani in die Schranken treten, und die Benrerkung Joseph hasphardi'S (אהל יוסף zu פ׳ דרא), daß Nachmani jede ihm anstößig scheinende Ansicht Jbn Esra's schonungSloS bekämpfte, ist nicht übertrieben. Nach seinem eigenen Gestandnisse befindet er sich zu Jbn Esra .,in offener Fehde und geheimer Freundschaft'). Er erkennt oft die Richtigkeit seiner Bemerkungen an *), unterstützt ihn in seinen Angriffen gegen andere Eregeten * 2 3), und läßt sich nicht selten selbst von ihm leiten, indem er einen von ihm ausgesprochenen Gedanken aufgreift und ihn mit größerer Ausführlichkeil entwickelt (vgl. Jbn Esra und Nachm, zu Deut. 33. 6); aber noch häufiger spricht er das Vcrdammungsurtheil über dessen Ansichten in scharfen und einschneidenden Worten aus4). Er tadelt e«. t) Einleitung zum Pent.-Conim.: .ועם רא״בע תתיר. הוכחת טגולר. ואחבר. מעוהרר, 2) Nachm, zu Er. 20, 19; Deut. 32 7: חכס חן >v *ור. לשון ר״א ודבר; vgl. ju Num. 4, 20; Deut. 20. 19. 3) Zu ®ז• bO: . •סד. חבש ר״א על רבי• ר״שי ואני תטה טי עיי עיני שכלו גוי׳.... ואין.4) זר״א טשתבש בכאן ם אד שאטר __ (jU Deut- 23, 5) ד״א אסר.... וגם ור. הבל—; (zuGen.25, 34) אלו רק דברי שחוק

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