Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Über den Geist des Commentars des R. Moses ben Nachman zum Pentateuch und über sein Verhältniß zum Pentateuch-Commentar Raschi's
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 17)
- Language
- German
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Hebst den Geist des CommentarS de- R. Moses den Nachman jc. 133 unterhalten haben (ib. S. 8) und spricht von Schriften, in welchen daraus bezügliche Fragen erörtert wurden (כחבי שמושי השדים zu Gen. 4, 22). Nachmaui theilt endlich die Anschauung vieler seiner Zeitgenossen und Vorgänger (Scherica Gaon), indem er die Physiognomie und Chiromantik zu wirklichen Wissenschaften erhebt, die sich durch Tradition rmter den GesetzeSlebrer» sorterbten, zu seiner Zeit aber blos von Wenigen unvollkommen verstanden wurden 2). liebet die Eschatologie hat sich Nachmani im Pentateuch- Eomnientar nur kurz ausgesprochen, da er die einschlägigen Fragen bereits in einer selbstständigen Schrift erörtert hatte. Seine Ansichten verdienen ihrem Hauptinhalte nach hier angeführt zu werden: Die h. Lehre hat die Unsterblichkeitslehre nicht dcntlich ausgesprochen, weil es für dieselbe keiner besonder» Hin- Weisung bedarf. Als unmittelbare Ausstrahlung des göttlichen Wesens kann die Seele nicht zerstörbar sein; ihre ewige Fortdauer ist als Dokumentation des höheren Ursprungs selbstvcrständlich (zu Gen. 15, 2, und Lev. 20, 8). Die Bibel.hat also nicht nöthig diesen Satz, der sich jedem Denkenden von selbst ausdrängt, auSzusprcchen, liefert aber mehrere indirekte Beweise für die Unumstößlichkcit desselben. Die Worte der Schrift: ״Ihr seid Kinder des Herrn Eures Gottes, zerfleischet Euch :licht .... (Dent. 14, 1 — 2) deuten ganz bestimmt die Unsterblichkeit der Seele an (zu Deut. 14, 1 und in der Einleitung zum תורת האדם). Ein anderer Beweis ist in der Karethstrafe enthalten. Nur der Sünder wird von der Gemeinschaft der Froinmen ausgeschlossen und des Vorzuges einer jenseitigcn Fortdauer verlustig; der Gerechte aber verschwindet nicht spurlos von der Erde; er setzt seine Existenz in einem andern Leben fort 3). 2) Zu Gen. 5. I; bestimmter in der Drascha S. 28: 1 הדבריםb« ונל (ה נמת הנף והשרטוסין) ונמצא בהם הנמות ישנות אמתיזת הן ומקובלות ביד מקנו1’ התודה ונשאבדו אבדו החכמות עמם ונשא ד זנים כשבת» ביר פועמים ובאו השילוסוםים והבחישוס; vgl. R. Schemtob's ם' האמונות VI, I. 3) Nachm, zu 8ev. 18, 29, welche Stelle sich ausführlich wieder findet im 98. שער תנמול• b ff. und Ulli b ff; vgl. noch die Vorrede zum Jjobcommenrare: — הבריתות יורו על הנדת הנפש החומאת' מלשני השם ועל קיום הצדיקים אשי לא תטאו . Aldo iJkkartm IV, 40—41) führt dieselben Beweise an'; Maimuni (Moreh HI, 17) will hingegen aus der Aaretbstraf« di« Vorübung Gottes erklären. Kr unser. VII. 4. 10