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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 4 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 4
Article
Über den Geist des Commentars des R. Moses ben Nachman zum Pentateuch und über sein Verhältniß zum Pentateuch-Commentar Raschi's
Date
1858-01-01
Page
Seite 132 (sequence 16)
Language
German
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132 lieber den Geist des Commentars des R. Moses den Nachman rc. solchen, sich selbst begeisternden Mann bezeichnet Nachmani nach dem Vorgänge der Araber als כהי,״ und die Art seiner Weissagung als;נרו (zu Deut. 13, 2, 4). Ein Mittcl, die Zukunft zu erkennen, ist den Israeliten auch in dem Uriia wetumim gegeben, die eine Zwischenstufe zwischen der eigentlichen Prophetie und dem Bath-Kol 'einnehmen 9). Sie sind nicht, wie Ibn Esra meint, in der Form eines Astrolabiums angescrtigt, sondern bestehen ans zwei mit dem Brustschilde verbundenen Abtheilungen, auf welchen! nebst dem Tctragrammaton noch gewisse andere Namen verzeichnet waren. Dem fragenden Priester leuchteten die einzelnen Buchstaben der als Antwort erthciltcn Worte in buntem Durcheinander auf den Urim (״nx—Licht) entgegen und erschienen ihm dann ans Len Tumim in ihrem vollständigen Zusanuuenhange (הסיב). Die Wahrheit spricht sich zuweilen in Träumen ans, in einigen bloö mit eingeschränkter Gewißheit, in anderen mit der unzweideutigsten Sicherheit (zu Gen. 14, 5). So lag in dem Traum Joseph'S von den Garben, die eine einzige Garbe verehrend umstanden, die Andeutung, daß die Söhne Jakob's durch Mangel an Getreide genöthigt sein werden, vor dem Bruder das Knie zu beugen (zu Gen. 37, 7). Eine gewisse Art der Mantik, deren aber die Israeliten sich nicht bedienen dürfen, liegt in der Beschwörung der Dämonen (D׳12״)»»d in der Zauberei. Die Resultate, zu denen man auf diese Weise gelangt, tragen nicht innucr die Bürgschaft der Gewißheit in sich und haben selbst in! Falle ihrer Ucbereinstimmung mit der Wahrheit bloS für die nächste Zukunft Geltung. Die Schedim heißen daher auch Traphim (תרסיס, j.ogoxgijcrfiot'e(), weil sie mit ihren schwankenden Aussprüchen nicht immer die genügende Auskunft geben könnenDie Anrufung und Beschwörung der Schedim ist eine Kunst, die erlernt werden kann (Drascha S. 11). Nachmani selbst will sich mit בעלי הה׳שבעוח *1) כי זאת ממדרגת רוח הקדש והוא למטה מן הנבואה ולמעלה מבר. קול <zu. Ex. 2b, 30). — Auch Philo (Legis allegor. III, 40; I, 111) betrachtet die Urim als eine Art Logos. 1) Nachm, zu Ex. 20, 3; Deut. 18, 9 und Gen. 31, 19: ר\פים נגזרת מלשון ר«ר. ידים וקראו אותם ניסים לרמוז כשמם כי דבורם במו נבואה רפה תבא ברב ותכזב לעתים דחיקות; vgl. Sohar ויצא '© col. 377 : ואמאי אקרי תרפים בגץ דבטשי וארפי ידא כד״א ועתה הרף *ייך.

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