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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 4 · p. Seite 127

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 4
Article
Über den Geist des Commentars des R. Moses ben Nachman zum Pentateuch und über sein Verhältniß zum Pentateuch-Commentar Raschi's
Date
1858-01-01
Page
Seite 127 (sequence 11)
Language
German
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lieber den Weift des ff ommentars des 'Jt. :Vu>ice beit Ra »tun an u. 127 erstreckt, sonder» blos Denjenigen bedroht, der innerlich den Glauben an die Unwandelbarkcit der biblischen Vorschriften ansgegeben bat (zu Deut. 27, 26). Mit nicht geringerer Sorgfalt als die biblischen Gebote erläntert Nachmani auch die Schöpfungsgeschichte, die biblischen Wunder, das Wesen der Prophetie, die Angela- und Dämonologie, die Lehre von der fpcciellcn Providenz und Allwissenheit Gottes, von der freien Wahl des Menschen, die Frage über Unsterblichkeit und Fortdauer nach dein Tode 1t. f. w. — lauter Punkte, die in allen jüdisch-reiigionsvbilosovbischen Schriften besprochen werden müssen. Es tonrde jedoch zu weit fül>= ren, die im Pentateuch-Commentar zerstreuten Ansichten und überhaupt alle Einzeluhciten der freist und Gemütb gleich sehr befriedigende» Eregese Nackmani's hier wiederzngeben. Als Probe möge Einzelnes hier seine Stelle finden: Nachmani bestrebt fich, wie so viele Eregeten vor und nach ihm, die biblischeu Wunder, welche wegen der, durch sie scheinbar hervorgerufenen Störung der Naturordnung am meisten den Angriffen der Zweifler ausgeseht waren, zu erklären und grösitentheils ans ihre natürlichen Ursachen zurückzufübren. Er begnügt fich nicht, dieselben, da sie einmal vorhanden find, einfach zu rechtsertigen, sondern weist ihre unbedingte Notbwendigkeit mit aller Schärfe nach. Die Wunder doknmentiren am deutlichste» die Göttlichkeit der,Lehre und lassen keinen Zweifel an dem Walten des Schöpfers anskommen (zu Er. 13, 16). In der Unterbrcchung des Weltlaufes zeigt es sich, daß nickt eine blinde Natnrmacht nach ewigen, unwandelbaren Gesehen im Universum wirkt, sondern das; ein höheres Prineip vorbanden ist, welches ' als bewegende Kraft im Weltorganismus über der Natur steht und diese seinem Willen untertban macht. Gott, als Beberrscher der üiatur, brickt die Negelmäsiigkeit ihres Laufes, mit sich als allwaltenden und allmächtigen Schöpfer zu manifestircn, um die Wirkungen seiner Frommen und Propheten zu nnterstühen und eben damit die Wahrhaftigkeit seines Wortes zu besiegeln. Die Bibel legt daher ein so großes Gewicht ans die wunderbaren Erscheinungen der Urgeschichte und seht Gedenktage für dieselben ein, in deren Feier die solenne Anerkennung Gottes und feiner Weltregiernng ausgesprochen ist. Die Erinnerung an die Befreiuung vom ägyptischen Sklavcnjochc durchzieht und. umschlingt das ganze Lebe» des Israeliten, tritt ihm an der

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