Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Über den Geist des Commentars des R. Moses ben Nachman zum Pentateuch und über sein Verhältniß zum Pentateuch-Commentar Raschi's
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 5)
- Language
- German
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Ucbcr dcn Geist des CommeittarS d<S N. Moses den Rachman u. 85 ״Du wirst mir, Leser!" — so lauten seine Worte — ״einwenden, da Gottes Gerechtigkeit uns eine hinreichende 'Bürgschast für die Zweckmäßigkeit der Weltordnung ist, da der sich hingehende Glaube in uns keinen Zweifel über das Walten des Schöpfers in der Natur aufkommen lässt, warum belästigst du uns mit der umständliche» Darlegung der Grunde und Gegengründe für Erscheinungen, die keines Beweises bedürfen? Daraus antworte ick dir: eine solche Sprache führen bloS Tlwren und Verächter der Weisheit, durch eine genauere Prüfung der NeligionSwahrheiten erlangen wir eine geläuterte GoltcScrkeiintniß und erheben uns st: einer Stufe des Glaubens, die von dcn im unbedingten Glauben Berbarrendcu nie erreicht werden kann. Ich erachte es als die Pflicht jedes aufrichtigen Gottes- Verehrers, mit seiner denkenden Bernnnft — so weit es ihm diese gestattet — die Glaubenssähe zu prüfen, warne aber zu gleicher Zeit Jeden, der in seinem Glauben leben will, sich von den meisten bis setzt bekannten Versuchen nicht irre machen zu lassen. Nur Wenige habe» es verstanden, dcn richtigen Weg der Forschung einzuscklagcu, und zu diesen gehört der große Lehrer MoseS den Maimon, der dies- und jenseits der Pvrenäen unübertroffen dasteht, der die Irrenden eines Bessern belehrt und die wankenden Knice gestützt hat." Es ist also hieraus zn ersehen, daß Nachmani der freien Forschung durchaus nicht abgeneigt war. Die Untersuchungen, welche sich an die heilige Schrift anlebnten und nicht zu weit über die Grenze hinanSgingen, betrachtete er als die wesentlich« sten FörderungSmittcl deö echten Glaubens. Wo ihm aber die Würde der GotteSlehrc angegriffen, die Grundlage eines wich׳ tigeu Glaubenssatzes erschüttert schien, achtete er kein Ansehen der Person und drückte seine innere Entrüstung in warmen de» geisterten Worten ans. Seine Stellung zu Maimnni ist daher keine sich hingebende, sondern eine vermittelnde. Gar oft läßt er seinen Unwillen über einzelne Aussprüche desselben laut werden und unterzieht sie einer strengen zersetzenden Kritik. Im Allgemeinen jedoch ist Maimuni für ihn ״der heilige Manu und unvergleichliche Meister, der mit seinen vortrefflichen Werken nach allen Seiten hin wohlthätig gewirkt hat" *). Nachmani findet cs verwerflich, daß איש הקדוש ההוא גנל נלזת צדפה וספרד ל» קם כמוהו ,המתח נס הוא יורה (2