Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 13)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 71 I'intolivvt, Iss unos on lös sutrss passsnt D. 1'ncte, nur daß das Gebirol eben beweisen müßte. Deutlich wird die Stelle durch die Bemerkung des Plotin in dem Buche nevi ataVtjaewg xai fj-nfj/irjc, welches eben di« Aufgabe hat, die Meinung, daß die sinnlichen Wahrnehmungen xvnaiattc &V if’v/Jj seien, zu beseitigen. Es heißt daselbst (eap. Ill) zunächst darstellend: ״Denn sie erkennt nicht dadurch (so. die Seele), daß sie die Wahrnehmungen in sich hineiustellt, sonder» dadurch, daß sie sie in gewisser Weise schon hat und sicht, und dadurch, daß sie die Wahrnehmungen selber in verdunkelter Weise ist und aus diesem dunkeln Zustande erwachend, in hellerer Weise dasselbe wird und so aus der Anlage zur Verwirklichung übergebt" (xcri ex öwcifitoK e?g ei'eQyncxv n>1׳u). Hierauf setzt er eilt paar Zeilen später beweisend hinzu׳!,Wenn Formen in der Seele blieben (nämlich eingedrückt wie in Wachs von den draußen stehenden Ge» gcnständrn), so bedürften wir keiner Nebcrlegung zum Wiedereriniicrii." Das Wicdcrcrinncrn, will er sagen, ist der liebergang aus der Dp« namiS zur Energie. Da dieses nun factisch flattfindct, so hat die Annahme, daß die Formen der Seele von außen in sie gekommen seien, keinen Sinn, da sie dann gleich eveQyeict vorhanden wären. Darnach sind auch Gebirol's Worte auszusassen. §. 32. In diesem Paragraphen wird von G. die wichtige Frage aufgeworfen, wie denn die göttliche Kraft sich bis zur Vcrkörpcrlichung abschwächen könne, eine Frage, dl« er, wenn es ihm mit dem göttlichcn Willen Ernst gewesen wäre, nicht hätte auszuwcrfen brauchen, die aber im Plotmischen System durchaus an ihrem Platze ist. uitd irgendwie beantwortet werden muß. Die Antwort lautet bei Gebirol so ziemlich wie bei Plotin: Nicht am Geber liegt <», sondern an der Disposition des Empfangenden. אסגם יהיה כפי הכגת היסוד לזה וס״ . Wir haben schon in den einleittndcn Worten zu dem Ganzen des Systems bemerkt, daß auch bei Plotin der Satz: ״DaS Gewirkte muß nothwendig schwächer sein als das Wirkende" ziemlich dogmatisch auftritt. und glauben in der mangelhaften Beantwortung der hier beregtcn Frage die eigentliche Achillesferse des Systems zu erkennen. §. 36. Die Aeußerung des Gebirol: מאחר שיהיה השכל בעל שתי כהות ועל כן יקרה לו החלוק «rklärt Munk durch dir Aristotelische Unterscheidung des rovg not^nxdg und nuthjiixög. Der vovg na^tixoc des Aristoteles hat aber mit dem שכל des Gebirol und dem vovg des Plolin Nichts gemein. (Vgl. Trendelenburg, Amt. de anima 8. 493.) Vielmehr ist hier die Vielheit im RuS gemeint, di« beständig auch bei Plotin aus der Zweiheit de- Denkenden e*