Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 11)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aussätze 69 auch durch eine Plotinische ersetzt werde»: ytfy naqctäoxt) iiddüv ij anidJ-ovc aoifjaioc (enn. I, 1, 2). §. 21. lieber die hier versuchte Ausgleichung der Plotinische» und Aristotelischen Kategorienlehre ist das Wichtigste schon zu §. 14 des zweiten Tractats bemerkt worden. tztz. 22 u. 2:; enthalten nur Ausführungen manches früher Gesagten. §. 24. Die Seele. lehrt G., steht in der Mitte zwischen dem Nus und den Sinnen. Neigt sie sich zu de» Sinnen, so ist sie unfähig, was im Nus ist, zu begreifen; neigt sie sich zum Nus, so folgt das Umgekehrte. Plotin drückt sich darüber so Da aber die Natur derselben (der Seele) eine gedoppelte ist, die eine intelligibcl, die andere sinnlich, so ist es zwar für die Seele besser, im Intclligibeln zu sei», es ist ihr jedoch notbwendig, auch am Sinnlichen Theil zu nehmen, da sie einmal eine so geartete Natur hat, und man muß darüber nicht ungehalten sein, wenn sie nicht ganz und gar das Bessere ist!nämlich von>u), da sie die mittlere Ordnung im Seienden einnimmt, zwar göttlichen Lose«, aber am untersten Ende des Jntelligibeln. grenzbenachbart der sinnlichen Natur" (enn. IV, 8, 7). 2m folgende» Kapitel (IV, 8. 8j heißt es dann! ״Wenn ich gegen die Meinung der Uebrigen das deutlich sich Herausstellende sagen soll, so ist unsere Seele nicht ganz und gar hineingegangen!so. in den Körper), sondern ein Theil von ihr ist beständig im Inteiligibeln, ein anderer im Sinnlichen, und wenn dieser die Herrschaft erlangt, vielmehr wenn er beherrscht und verwirrst wird, so verhindert er uns an der Wahrnehmung dessen, was der obere Theil der Seele schaut" {oix tü nici/tjaiv sh’iu atv iXstircti 16 cijg ipvxtjs ävm). §§. 25 u. 26. Nachdem G. noch einmal das substanzielle Vorhandensein der sinnlichen Formen in der Seele und im Nus betont, setzt er auseinander, wie die Seele nur mit Hülfe des Nus das wahre Wesen der Dinge (ביל דבי־ r,ודהוי) erkennt. Im Nus seien zwar die Dinge vorhanden, aber nicht mit ihren individuellen Zufälligkeiten behaftet — die lerne die Seele aus der sinnlichen Wahrnehmung —, sondern nur als Gattungen und Arten, d. i. ohne die Differenzen, eigenthümlichen Qualitäten und zufälligen Merkmale. Eine entsprechende Stelle aus Plotin lautet: ״Was also nun in dem sinnlich Wahrnehmbaren als Formen exisrirt, da» ist von -rolltet, Mo'nattschrifi. Vll. J. 6