Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829220-2829223-2855590--04061-2855631- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
68 Wissenschaftliche Aufsätze, Etwa wie diejenigen, welche an der Sonne Feuer anjünden wollen, einen glatten Gegenstand hinstellen, ihn auch noch mit Wasser Wen. damit die Flamme, behindert von ihrem Contrarinm (dem Wasser) nicht durchgehe, sondern auf der Oberfläche sich zusammenziehe." §. SC. In diesem Paragraphen wird jede Substanz, die aetiv und passiv zugleich sst (gibt und empfängt), geistig-körperlich (רוחני נשמי) genannt. Darnach wäre auch der Nus und die Seele in einem gewissen Sinne גשמי zu nennen. Das ist insofern konsequent, als ja auch die geistigen Substanzen zu ihrer nächst vorhergehenden sich verhalten, wie die Materie zur Form. (Vgl. den fünften Traktat §. 25). Plotin sagt an zahlreichen Stellen dasselbe. So heißt es (enn. III, 4, 1): ..Wie Jegliches, so viel nur vor diesem erzeugt wurde (vor dem Leblosen), formlos erzeugt wurde, seine Form aber erhielt durch die Hinwendung zum Erzeugenden, gleichsam genährt von diesem" u. s. w. Am bestimmtesten lauten die Worte sann. III,!1). n)p avirji׳ dz-7 mc7kq ozjnv tlvai, oquiop di arirj zov t'ovt' tlmi, ctoQtmop ttQiv iözii', ntzfvxriap di voslp i'XjjV o v זז ע q « e 1׳of v. §. IS. Die geistigen Substanzen (Nus, Seele, Natur) einerseits, die Materie andererseits haben keine ihnen zukommende Form. Der Sinn ist, daß Nus. Seele und Natur nicht eine individuelle Form haben, da sic der Inbegriff aller Formen sind, die Materie wiederum keine Form haben kann, da sie das schlechthin Oualitätslose sein muß. Die Ausdrücke bei Plotin: yovc zu ncipiu, nüca z^vy^ndpta iazi zu ttqüyiiuzu sind zu häufig, als daß es eines Citates bedürfte. Was wiederum die Hylc betrifft, so ist in der zu §. 15 angeführten Stelle bereits gezeigt, daß sie die tidt} enrpfängt, ohne selbst davon alterirt zu werden. §. L‘J. Hier wird das substanzielle Vorhandensein der Formen im Nus und in der Seele gelehrt und daraus gefolgert, daß diese selbst ein« Art Form sind, weil nur die Einigung unter Aehnlichem möglich ist. כל הצורות טתאהדות בשכל והנפש והתאחדות יהיה כדמות ואם כן הצו־ות דוטות לשכל ונפש. Wir bemerken nur, weil das Andere später beizubringen ist. daß auch Plotin von der Seele sagt: ttdöq rt av efy •/} (enn. I, 1, 2). Ebenso heißt es vom Nus, daß er zum Theil als Mos der Seele anzusehen ist. §. 20. Die Dinge exisiiren in der Seele als Formen ohne ihr« sinnliche Materie. כלומר שצורותיהם בה בלא ימורוחיהם. Dir von Munk beigebrachte passende Parallelstelle aus Aristoteles kann