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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 2 · p. Seite 66

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2
Article
Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
Date
1858-01-01
Page
Seite 66 (sequence 8)
Language
German
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66 Wissenschaftliche Aufsätze. §.14. Für die AUgcgenwart der Weltfccle, des Nus und endlich des Absoluten, die hier von iS. gelehrt wird, und zwar so, daß Jedes dieser drei in einem Hökern Sinne allgegenwärtig sein soll (וכל שכן שיתחייב ), bringen wir folgende Stelle des Porphyrius (senk. XXXI): ״Gott ist überall, weil nirgends (an keinem räumlichcu Orte), und der Nus ist überall, weil nirgends, und die Seele ist überall, weil nirgends. Aber Gott ist an jedem und an keinem andern Orte der nach ihm seienden Dinge. An seinem Orte ist er, wie er ist und will. Der Nus aber ist in Gott (d. h. ist in ihm nicht als Kraft, sondern als Wirkung), aber an jedem und an keinem ander» Orte der nach ikm seienden Dinge. §715־. Dieser Paragraph enthält die interessante Auseinandersetzung, wie sich G. das Sichtbar- und Sinnlichwerden der ursprünglich rein geistigen Forme» durch ihre Verbindung mit der Materie der Körpcrwclt denkt. Die Schuld liege an dem Widerstande der Materie, die die Formen nicht kann in sich eindringen lassen. Es stehe um die Mittheilung der Form durch die intclligibelu Substanzen und um ihre Eindrücke auf die körperliche Substanz ähnlich wie das von der Sonne ausgcstrahlte Licht, das die Luft durchdringt, ohne dadurch sichtbar zu werden, weil die Luft ein subtiler Körper sei, bis es denn auf einen festen Körper stoße, in den es nicht hinein kann, so daß cs aus der Oberfläche bleibend sich verdichtet und sichtbar wird. ואז יהיה האור גראד. לחוש כי אין לו פלוש בהלקיה ויחפור בהם אלא עטר על חיצון הגוף ורתקבץ עצסו ויחחוק ראותו. Die Darstellung dieses Sachverhältnisses ist für die neuplatonische Anschauung zu charakteristisch, als daß wir cs uns nicht gestatten sollten, eine Stelle des Plotin, die es in einer gewissen Ursprünglichkeit vorträgt, in extenso mitzutheilen. Freilich müssen wir uns dabei erinnern, daß Plotin in der Weise seines großen Vorbildes. Plato, es liebt, seine ernsten Mcinuitgen oft in das Gewand eines phantastischcn Scherzes zu kleiden. Die Stelle findet sich enn. HI, 6, 14 und lautet etwa: .,Wie also? Wenn sic (die Materie) nicht wäre, so würde Nichts bestehen? (nämlich nichts Sinnliches, da hier von der Materie der Körpcrwelt die Rede ist). Nun es besteht auch kein Bild, ohne daß ein Spiegel oder etwas derartiges vorhanden ist. Denn das was sich naturgeinäß in einem Andern befinden muß, kann nicht entstehen, wo jenes Andere nicht da ist. Denn das ist die Natur des Bildes, nämlich in einem Andern zu sein. Freilich, wenn etwas von dem Bewirkenden selbst feinen Platz verließe, so brauchte es sich nicht in einem Andern zu befinden. Da aber Jene

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