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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 2 · p. Seite 65

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2
Article
Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
Date
1858-01-01
Page
Seite 65 (sequence 7)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 65 מעצטיהם אלו הכהות כלומד העצמים השפלים. Die entsprechenden Acußerungen bei Plolin sind überaus häufig. An einer Stelle sagt er: ״Wenn fie nun (die sinnliche Welt) geworden ist gleichsam rin schönes und mannigfaltiges Haus, ist sic von ihrem Erzeuger (der Weltseele) nicht abgeschuittcn'' u. s. w. (oi’x dnfTfnjJtj tov ntnotqxotoc, enn. IV, 3, 9). Die Gleichnisse von der erleuchteten und erwärmte» Lust, deren Gebirol sich hier bedient, sind uns schon oben in einer Plotinischcn Stelle begegnet. tz.1l. Die erste Ausstrahlung, heißt cs zusannnenfaffend. die alle Substanzen umfaßt, macht die Ausstrahlung aller andern Sudstanzen in einander nothwendig. ההשפעה ראשונה המקפח כל העצמים היא המחייבת להשפעות מקצת העצמים על מקצתם. Diese Anschauung des G. wird durch folgende Worte Plotin's deutlich gemacht: ״Wenn nun anders nicht blos Eins allein sein darf — denn Alles wäre formlos in Jenem verborgen und es eristirte weder Etwas von allein Seienden (Nus und Psyche), wenn Jenes in sich verharrte, noch auch existirtc wiederum die Menge, die aus diesen von dein Einen erzeugten Substanzen hervorgeht, ohne daß das Spätere Fortschritt gewänne, das Spätere, dem die Ordnung der Seelen zu Thcil geworden ist. Auf dieselbe Weise durften auch die Seelen nicht allein sein, ohne daß das durch sie Gewordene zur Erscheinung gekommen wäre, wenn anders jeder Natur es eigen ist, ein Etwas nach sich zu setzen und es gleichsam wie aus einem Keinic an's Licht zu fordern aus einem untheilbarcn Anfänge, das bis zu einem wahrnehmbaren Ziele fortschreitet, so jedoch, daß das Frühere immer auf dem ihm eigenthümlichen Platze bleibt, das Spätere aber hcrvvrgcht aus einer nnsäglichen Macht, wie sic dem Frühcrn einwohNt und von welcher eS sich nicht geziemt hätte wie aus Neid') stehen zu bleiben, sondern die beständig fortschreiten muß, bis fie an das Letztmögliche anlangt, (all das) in Folge einer unermeßlichen Macht, die von sich aus ihre Gaben überallhin sendet und Nichts ihrer ledig sein läßt" (enn, VI, 8, 6). tz. 13. G. macht die Ausstrahlung der geistigen Substanzen deutlich daran, daß er sich aus die körperliche beruft, die, obgleich von der Quantität behindert, dennoch ihr Bild in den Spiegel fallen läßt. Dieses Gleichniß ist dem Plotin überaus geläufig und werden wir Gelegenheit haben, zu tz. 15 ein Beispiel beizubringen. 7) Bekanntlich ein Ausdruck des Plato,?'meür. p. 147, Timacus p, 29.

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