Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 5)
- Language
- German
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Wissenschaftlich« Aufsätze. 63 Wort, wohl aber so ziemlich die Sache, wie vr. Beer schon richtig gesehen b). Sachgemäß ist es aber, den Ausdruck in seiner vollen Prägnanz erst bei den Neuplatonikern zu suchen, deren iutelligible Substanzen ja in Wahrheit nichts weiter sind, als die Erweiterung der Seelenstufen beim Menschen zu kosmischen Substanzen. Zwar Plotin selbst konnte, da er als den eigentlichen 'Menschen nur den denkenden anerkennt (7) ipvxy *> nf'toc), nur den Ausdruck xöcrfioc voTjioc auf den Menschen anwenden. Aber schon in der Zeit des Zamblich, des Enkclschülcrs Plotin's. finden wir es üblich, den Menschen als f! 1x<> de xontioc *) zu fassen. So heißt es in der vita »Iivn^mi des PythagorasÄ); ,, daß der Mensch /uxodg xöfj(10: genannt wird, nicht weil er aus den •1 Elementen besteht — denn das gilt auch von jeglichem Thierc, auch von dem niedrigsten — sondern weil er alle Kräfte des Universums in sich vereinigt. Denn im Universum sind Götter und die 4 Elemente, es sind aber auch daselbst die unvernünftigen Thicre, ebenso auch Pflanzen. Alle diese Kräfte nun hat der Mensch. Denn er hat als göttliche Kraft die denkende, er hat die Natur der Elemente, die Kraft der Ernährung und des Wachsthums und die Kraft, Gleichartiges zu zeugen." §. 7. G. führt in diesem Paragraphen folgenden Beweis für die Existenz vermittelnder intclligibeln Substanzen. Die Substanz der 9. Kategorie (die sinnliche) bewegt sich in der Zeit. Die Zeit aber fällt unter die Ewigkeit, das Absolute wiederum ist über der Ewigkeit. Folglich ist die Ewigkeit zwischen dem Absoluten und dem Zeitlichen. Die Ewigkeit selber ist aber nichts als das Maß für eine ewige Sache. Folglich exiflirt auch ein Ewiges als Mittelglied zwischen dem über der Ewigkeit Seienden und dem von der Zeit Gemessenen (Sinnlichen). Zum Verständniß mögen die entsprechenden Stellen aus Proklus 3) In seiner gelehrten Anzeige des הסר;די׳ם כקטן <°ר< מסן! כן צריק im 3. Jahrg. dieser Monatsschrift S. 159. 11)7. 4) Die Composition uixQoxoouot ist schwerlich nachweisbar, obwohl sie in den Lericis figurirt. 5) In Phothii bibliotheca, codex 240. Die griechischen Worte lauten: ott 6 tlvä-Qtonoi uixqos xdauog Mytrttt ovy Sn ix nSv Ttatfapwv 070» ytttav (fvj'xenat (77>»׳; 0070־ xni exttcrov növ {»uwv xnl növ iiitltttTBTCov) ««U.’ oxt ndffas eytt rae tov xoOfiov äwiftetf iv ycef 1$ xdo/t<;> ita) Hot, 1071 xctl tb jiotsctQtt OToi/fta, Hau xal ta itioyn £töa, iati xtt) if VTtt ■ 7Tti0ns iSl THvrni Tctg dvvnpiti{ Üyei 6 rtv&plonot. iyti yüf> »t(nv /tiv (fvvttftiv Tr!v ioyixrjv, fya rr!v r<üv ttroiytiotv tfi/ffrv, t!!v dtitnnxrjr xni xtjv xttl 700 ouoi'ov yfrvtinxi})׳■