Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Einiges über Münchner hebräische Handschriften
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 456 (sequence 3)
- Language
- German
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456 Wissenschaftliche Aufsätze. in der vorliegenden Handschrift zu lesen, und zwar mit der Nachschrift: ^כך שמע רבינו משום מאיר ב״ר שמוא (vielleicht der Vater des רש״בם). 4) In Raschi Num. 11, 26 befindet sich folgender Zusatz: אלדד ומירר אחי (soll heißen ובתוספות של חומש מצאתי כחב (כתוב הוא דורש.([•. H- משה רביו.ו היו מן האב ולא מן האם ולשם (ושם שמותיהן. Wirklich ist auch diese Hagada, welche ganz der von Hieronymus mitgeth eilten entspricht (vgl. meinen Aufsatz über ״Eldad und Medad im Pseudojonathan" in dieser Monatsschrift, Septemberhcst d. I., S. 346), in dem Werke עטרת וקנים, ed. Liy. 5543, sowie im הרד זקנים, ed. Liv. 5600, enthalten, welches ich als Ergänzung zu nur ged achtem Aufsatze hiermit bemerke. Daselbst ist sogar noch hinzugefügt, daß R. Amram Gaon von R. Hillel aus Palästina ein Blatt erhalten habe, worauf die Worte gestanden אגי הלל ראיתי קברי אלדר ומירר אתי אהרן מן האב ולא מן האם. (Gewissermaßen als Berichtigung der Sage im Pseudojonathan!) 5) Die Stellen in Raschi, welche מיסודו של ר' משה הררשן entlehnt find, befinden sich in kleinerer Schrift als die sonst in diesem Codex angewendete. .6) Der.Anfang zu einer Handschrift des רש״בם am Schlüsse ist der Kommentar des רשב״ם zu Genesis Cap. 1, den bereits Geiger im Kerem Chcmed VIII, S. 42 veröffentlicht hat. II. 6od. 94. Lilienthal sagt hierüber (A. Z. d. Jud. 1838, Beiblatt Nr. 23, S. 92) blos Folgendes: ״Ein herrliches Manuscript in Quart, das in einem Bande den ganzen babylonischen Talmud enthält. Der Tractat Bcrachoth endigt den Seder Moed, und Scder Seraim ist ganz am Ende geschrieben. Raschi und Tosafot sind nicht beigeschrieben. Die Mischna, die an dem innersten Rande jeder Seite steht, ist mit größern Lettern geschrieben, während der Text der Gemara unglaublich klein, doch keineswegs unleserlich geschrieben ist. Vor dem Anfänge des Talmuds nimmt eine Aufzählung der biblischen Geschichte bis zur Abfassung des Talmuds einige Blätter ein; am Ende steht die Ordnung der Tanaim und Amoraim und alle nothwendigen Formeln für ראשונים תנאים אחרונים, תנאים כתובה, ■גט, und die nöthigen Vollmachten, Wechsel, gerichtliche Aussertigungen u. s. w. Geschrieben ist dieser höchst interessante Codex im Jahre 5301 von R. Salomon ben Simson ben Methatia ben Joseph." — So weit Lilienthal; ich gebe hier eine genauere Analhsirung des Inhalts dieses Codex, woraus Jeder entnehmen wird,