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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 11 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 11
Article
Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
Date
1857-01-01
Page
Seite 429 (sequence 10)
Language
German
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Wissenschaftliche Aussätze. 429 gends. Ueberall ist er als Wille, als Kraft, nirgends als die in sich ruhende und ihr Wesen mit Nichts mischende Einheit. §. 21 — 25. G. macht hier ,den Unterschied zwischen dem intelligibeln und dem eigentlich sogenannten Rauine. Die Substanz der Körperlichkeit ist nicht im Raume, sondern in ihrer Ursache, also in der vorhergehenden intelligibeln Substanz. Der Raum im eigentlichen Sinne entsteht erst durch die Vcrkörperlichung der Substanz, also nach Aufnahme der Quantität. Wie man nun von etwas Unkörperlichem metaphorisch sagen könne, cs sei der Raum für Etwas, macht er unter andern an dem Beispiele der Seele klar, welche der Ort für ihre Accidenzen ist. Dasselbe lehrt Plotin in den Worten (enn. II, 4, 12) 6 dt T0770c vgtsqov trjc vhjc xai 7wv (>00jj cti.(>))■>, und in derselben Weise gebraucht er die Seele, um klar zu machen, wie die Materie ein Ausnehmendes sein kann, ohne räumlicke Ausdehnung zu haben. (E7cei ׳/.cd 7ן ipvyjl 77 <x vice d'f-/0i00)7>] öfiov 8-/01. rtavia). klebrigens gebraucht auch Plotin nach Plato's Vorgänge das Wort tötcoc im uneigentlichcn Sinne und spricht von dem ronoc votjigc oder äkq&ivog. §. 26. Gebirol lehrt: ״Da die erste Einheit, welche die Einheit an sich ist, die Einheit, die unter ihr ist, macht, und da also diese letztere ein Produkt ist der ersten und wahrhaften Einheit, welche weder Anfang, noch Ende, noch Veränderung, noch Verschiedenheit hat, so muß die Einheit, welche sie nachbildet, das will sagen, die von ihr hcrvorgebracht ist, einen Anfang und ein Ende haben und der Veränderung und der Verschiedenheit unterworfen sein. Darum ist sie der wahrhaft vollkommenen Einheit nicht gleich; es kommt ihr die Vielheit, die Verschiedenheit und die Veränderung zu und sie muß auch in unterschiedenen Gradverhältnissen austreten. Je näher die Einheit der wahrhaften und ersten Einheit steht, desto geeinter und einfacher ist die von ihr gestaltete, und umgekehrt je entfernter, desto vielfacher und zusammengesetzt. Darum ist die Einheit, welche die Materie des Nus constituirt, eine und einfach, ohne an sich theilbar und mnltiplieirbar zu sein, obwohl sie accidentell vielfach und zusammengesetzt ist." Daß wir in diesen Worten den Plotin hören, ist auch dem, der nur flüchtig mit Plotin bekannt ist, sofort klar. Wir beschränken uns daher aus einige Citate. Plotin wirft (enn. V, 3, 15) die Frage auf, wie aus dem schlechthin Einfachen das Viele werden könne. Er antwortet zunächst mit dem auch G. geläufigen Bilde

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