Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 5)
- Language
- German
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424 Wissenschaftliche Aufsätze. Sphäre des Mondes ist, nur in seinem generellen Bestände, so muß gezeigt werden, wie der Himmel, obgleich er einen Körper hat und es in der Natur des Körpers liegt, beständig zu fließen, dennoch individuell ewig sein kann. ילקוטי המאמר השני. §§. 1. 2. 3. 14. 16. Gebirol ist bemüht, durch fortgesetzte Analyse die allgemeine, allem Körperlichen zu Grunde liegende Materie näher zu bestimmen. Diese Materie ist nicht die Quantität, die Ausdehnung, der Raum, auf welchen! alle übrigen Qualitäten der Körper als Formen sich erheben. Vielmehr ist die Quantität, die Körperlichkeit, selbst schon Form, wie dies aus der bloßen Definition eines Körpers als eines Etwas, das Ausdehnung nach Länge, Breite und Höhe hat, ohne weiteres folgt, da man dabei ein Etwas setzt, welches das Substrat der Ausdehnung ist. Dieses Etwas, das Substrat der Körperlichkeit, ist selbst unkörperlich, den Sinnen nicht mehr zugänglich, also die unterste der intelligibeln Substanzen, lieber sie erhebt sich als ihr Seins- und Wesensgrund die nächst höhere der intelligibeln Substanzen, die Natur. Die entsprechenden Aeußerungen des Plotin sind zu finden vom 8. Capitel des oft citirten Buches nsol 10n׳ d'vo iXwp ab. Sie lauten in der Kürze: Die Materie ist qualitätslos (dnotoc), daher ihr nicht blos Eigenschaften wie Farben, Wärme, Kälte, Leichtheit, Schwere u. s. w. abzusprechen sind, sondern auch Gestalt, also auch Größe. Die Größe, die Quantität ist ebenso gut Form wie die Qualität (oigts dfjXop, 8u etdog ף TzoGÖzijg). Wie will man sich aber ein Seiendes denken, das nicht Größe hat? Nun, meint Pl., jedes unkörperliche Sein ist ja quantitätslos, unkörperlich ist aber auch die Materie (dcrui^avog de xai ף vX1j). Was die intelligible Substanz der Natur betrifft, so diene Folgendes darüber zur Orientirung. Die Weltseele, die Erzeugerin der Körperwelt, zerfällt Lei Plotin in zwei Seelen (enn. III, 8; bergt. Zeller, Gesch. der Philosophie 3 b S. 751). Die erste Seele erzeugt durch ihr Erkennen eine zweite als äXXo öeaioyficc. In dieser ist das Wissen schwächer, und wie die Praxis überhaupt bei Plotin als die Folge einer theoretischen Schwäche erscheint, so wirkt die zweite Seele praktisch und wirkt als Natur (rj Xeyo^ev׳tj cp v Gig *pv^r} ovgcc yivi’miu ipvyjjc 7T00T£Qag övvaioni-oop QoiGrjg). §§. 3. 4. Die Anschauung des Gebirol, die in diesem Buche wie in allen andern immer wiederkehrt, nach welcher das nächst