Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Ibn-Gebirol's (Avicebron's) Bedeutung für die Geschichte der Philosophie
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 4)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 423 ist aber selbst schon Qualität, Form-, der als Substrat die Perbindüng der vier Elemente zu Grunde liegt (die Partikuläre natürliche Materie). Die Elemente selbst endlich können, eben weil sie eine Verbindung mit einander eingchen, also sich verwandeln, dies nur auf Grund eines gemeinsamen Substrates thnn, welches eben die Körperlichkeit, die Quantität ist (die universelle natürliche Materie). Die entsprechenden Stellen des Plotin lauten (enn. V, 9, 3): ״Wir sehen also, daß Alles, wovon man sagt, daß es sei, zusammengesetzt und nichts von ihnen einfach ist, sowohl jegliches, was die Kunst verfertigt, als auch was von Natur besteht. Denn die Kunstobjecte haben Erz und Stein und Holz, und werden von diesen nicht zur Vollendung gebracht, bevor nicht die geeignete Kunst, die eine eine Bildsäule, die andere eine Sänfte, die dritte ein Haus zu Stande bringt durch die Einbildung der für die Materie geeigneten Form. Aber auch, was von Natur besteht, .... wirst Du auslösen, wie den Menschen in Seele und Körper, den Körper in die vier Elemente." Plotin zeigt nun weiter, daß die Elemente selbst nicht das Letzte sein können. Doch fuhren wir dafür lieber eine Hauptstelle an (enn. II, 4, 6): ״Daß nun den Körpern Etwas zu Grunde liegen müsse, das etwas Anderes ist als sie selbst, beweist die Verwandlung der Elemente in einander (7j is sic dXX׳q):a f1stccßol7j %<av Pto1״/_sloov drjXot). Denn nicht gänzlich ist der Untergang des sich Verwandelnden, sonst müßte es ein Sein geben, das sich in's Nichtsein verwandelt, noch geht das, was entsteht, in das Sein über aus einem gänzlich Nichtseienden, sondern es ist die Verwandlung aus einer Form in die andere. Es bleibt aber das Substrat." Das Resultat, zu dem Plotin dann kommt, ist, daß das Element nicht nQO'hfj (dy, nicht universelle Materie, sein kann, und auf Grund dieses Resultates weist er die Meinung des Empedoklcs zurück, der eben die Elemente als erste Materie hinstcllte. Es bleibt uns noch die letzte Unterscheidung zwischen der allgemeinen natürlichen Materie und der Materie der Sphären, die zwar ebenfalls Körper sind, aber kein Entstehen und Vergehen haben, weil ihre Form fester mit der Materie geeint sei, als Plotinisch nachzuweisen. Der nähern Erörterung dieses Unterschiedes ist aber ein ganzes Buch des Plotin gewidmet, das Buch ntol xov xööfiov. Die Frage, deren Beantwortung das Ziel des Buches ist, lautet (caput 2 init.): Da wir die Meinung annehmen, daß der Himmel und alles in ihm Seiende in seinem individuellen Bestände ewige Dauer habe (xcttä 16 %6ds s%siv za dsi), was aber unter der