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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 8 · p. Seite 313

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 8
Article
Über das Alter des Hillel'schen Kalenders
Date
1857-01-01
Page
Seite 313 (sequence 7)
Language
German
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313 Wissenschaftliche Aufsätze. רב אומר תשרי לא נתעבר מימיו. Von den beiden Monaten Isar und Siwan, wovon jetzt der erstere stets defectiv und der letztere vollzählig genommen wird, damit das Wochenfest am 6. Siwan gefeiert werde, haben wir bereits oben gesehen, daß man es nach der Meinung der Chachamim damit nicht so genau nehmen muß, indem Schehuot unabhängig von den Tagen der Monde, fünfzig Tage, 7 Wochen, nach Pesfach und zwar bald am 5., 6. und 7 Siwan gefeiert wird. Wahrscheinlich finden sich noch zerstreute Nachrichten im Talmud über die Monate, die alle für die Geschichte des Kalenders wichtig sind, und wir bemerken blos noch wie mau außerhalb Palästina's, besonders im bürgerlichen Leben die Tage gezählt und datirt hat. Es versteht sich von selbst, daß im bürgerlichen Leben ein geregelterer Modus im Kalenderwesen Bedürfniß ist uird noch weniger läßt sich dem Uebel, wie bei den Festen, mit einer Doppelzählung ahhelfen. Es hat uns aber zum Glück die Tosifta die in vieler Hinsicht wichtige Nachricht erhalte» , daß die Diaspora immer regelmäßig abwechselnd einen Monat vollzählig und den andern mangelhast gerechnet, bis die Feuersignale und die Sendboten sie eines andern belehrt haben, wo dann wiederum nach früherer Weise verfahren wurde. S. Tosifta Erachin I. und Thaanith 5, a: . במקום שאין מכירין זמנו של חדש מהנין אחד מעובר ואחד אונו מעובר וכן בגאיות מהמן אחד מעובר ואחד שאונו מעובר. חיו מתנין תטה בזמנו והאב מעובר וא״ח״כ נודע לחם שאב בזמנו, ממחין אותו ומומן מכאן ואילך אחד מעובר ואחר אינו. Man war also bestrebt, stets eine Gleichmäßigkeit und Ordnung beizubehalten und wenn man sich geirrt hat, so lenkte man schnell in die alte Bahn ein. Selbst beim Versöhnungstage mußte man, weil hier ein Doppelsasten fast unmöglich ist, diese Ordnung einhalten und man zählte immer genau 10 Tage vom ersten Neujahrstag bis zum Versöhnungsfeste, obwohl man zweisclshalber eine zweitägige Neujahrsfeier hielt. Hiermit dürste auch die Frage über die Bestimmung der Feste beim Tempel zu Leontopolis erledigt sein (?), da wahrscheinlich die Priester des Oniästempcls derart verfahren sind. S. den Aussatz: Das Buch der Jubiläen, von-dem Redacteur dieser Monatsschrift Jahrg. 1856 S. 391. Wir wären nun mit unserer Aufgabe zum Theil zu Ende und glauben, daß sich jetzt bei sorgfältiger Durchlesung und Ueb erschauüng des Ganzen ein sicheres Resuinö Herausstellen muß, das wir furz skizziren wollen. — Nirgends wird, ungeachtet der zahlreichen Gelegenheiten des Hillel'schen Kalenders eine auch noch so leise Erwäh-

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