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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 7 · p. Seite 266

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7
Article
Über das Alter des Hillel'schen Kalenders
Date
1857-01-01
Page
Seite 266 (sequence 3)
Language
German
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266 Wissenschaftliche Aufsätze. oder der 7. sei, debattirt, und bei dieser Debatte betheiligen sich Aba'i und Merernar u. A. Nachdem der Talm. die Controverse■ des R. Jochanan und Resch Lakisch besprochen/wird nun im Sinne des R. Jochauan die Frage gestellt: ואנן ראית לן תרי יומי היכי עבדינן? אמר:אביי שסיני׳ ספק שביעי אסור, תשיעי ספק שמיני מותר. טרימר אמר אפילו שמיני ספק שביעי מותר. בסורא עברי כמרימר, ר' שישא ברי' דר' אירי עביר כאביי, והלכתא כאביי. אר״י ויכו׳ משמיה דרב, שמיני ספק שביעי, שביעי לסוכה ושמיני לברכה, ר׳ יוחנן אמר שמיני לוה ולוה. מיתב כולי עלמא לא פליגי דיחבינן, כי פליגי לברוכי וכל/ והלכתא מיתב יתבינן, ברוכי לא טברכינן. Der Ausdruck: שמיני ספק ■שביעי zeigt unverkennbar, daß hier von einem Schwanken im. Datum und nicht von einem Minhag, Usus, die Doppelfeiertage zu halten, die Rede sein kann, da von Aba'i (gest. 338 — תרמ״ט לשטרות d. g. Z.) bekannt ist, daß er die Kalenderreform nicht erlebt hat, wo also die Worte nicht anders gedeutet werden können, und ebenso bei Meremar, der sonst ganz einfach hätte sagen müssen: daß jetzt durch die Einführung des Kalenders die Ungewißheit im Datum des Monats aufgchört hat und die Doppelfeiertage nur als Minhag beobachtet werden. — Ein ähnliches Thema behandelt der Tractat Thaanit 4b hinsichtlich des Einschaltens des Gebetes um Regen, Maschiw u. s. w., am Schlußfestewo wiederum dieselben Fragen und Zweifel für die Bewohner Babyloniens, zu denen die Sendboten nicht immer rechtzeitig eintreffen konnten, austauchen. Einige Lehrer sind der Meinung, daß man das fragliche Gebet am 8. Tage einmal einschalte, und es dann bis zum Muffafgebete des S. Tages wiederum unterlasse, wogegen andere behaupten, sobald man es einmal zu sagen begonnen/ wird es schon ohne Unterbrechung fortgesetzt: ואנן דאית לן תרי יומי חיכי עבדינן? רב אמר מתחיל במוספים ופוסק במנחה, ערבית ושחרית וכו' רבא אמר כיון שהתחיל שוב אינו פוסק דאטר ר'חננאל טונה עשרים ואחד יום, כדרך שמונה עשרה ימים מרה״ש עד יום כיפורים. והלכתא כיון שהתחיל אינו פוסק. Es ist diese Stelle in mehrfacher' Beziehung merkwürdig, da wir daraus ersehen, daß im Allgemeinen, besonders im bürgerlichen Leben, diese Doppelzählung nicht stattgefunden hat, sondern die Monate wurden abwechselnd vollzählig und mangelhaft (חסר ומלא), und die Tage danach bestimmt berechnet. S. Tosifta Erachin c. 1 und weiter, unten. Eben deshalb wurde auch der Versöhnungstag, weil man dem Volke ein zweitägiges Fasten nicht ausbürden konnte, ohne Tempel stets als der 10. Tag des Monats Tischri berechn et, und hauptsächlich darum sandte man im vorhergehenden Monate Ellul die Sendboten, wie Rosch Haschanä 18 berichtet wird. Ausnahmsweise haben scrupulöse Gemüther einen dop-

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