Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Das dreisprachige Gedicht im Tachkemoni oder Diwan des Charisi
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 3)
- Language
- German
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222 Wissenschaftliche Aufsätze. so weit es den Inhalt betrifftder nicht blos bei Weitem zusagendere Lesarten, sondern auch viele völlig neue Stellen enthält, deren Echtheit gar nicht zu bezweifeln ist. Endlich ist auch die zweite Constantinvpeler Ausg.' zu Rathe gezogen worden, die aber keine reiche Ausbeute gewährte. In den Manuscripten wie in den Ausgaben ist der arabische Theil des betreffenden Gedichtes mit hebräischen Buchstaben und ohne Vocale gegeben^). Das Metrum des Gedichtes ist das arabische Tawil, dessen Grundform die Füße פעו-לן (Bacchius) und מפאעילן (Epitr. prim.) bilden, die viermal mit einander abwechseln; hier jedoch in der Modification, daß der Fuß מפאעילן durchweg 5 6) in ספעולן abgekürzt ist. Hinstchtlich des Reimes ist das Gedicht du carmen divisum 7 8). — Die Licenzen, von Lenen der Dichter darin Gebrauch macht, sind die legitimen bis etwa auf-N'W^-— Das dreisprachige Gedicht. ׳עברית י ערבית ארמית 1 ויבי־י-אל יאמן . וטאעאת אלרהמאן » 'עזפר ע(בר;א : 2;א_קרם-לו שירי . ווזסביח אלבארי - ן-רייש כל־מל-יא- : 3 ישמו.לער נעלה . הו אלרב אלאעלי - ולבון;5לםיזא . : 4 לאור צךק1 זהר . הכי נורא יזהר 4 כפלנות לי״לןא : 5 ועל כל־סוד נישקף . בראת לם תכשף 4 להר מן הןאנעא(8 : 5) Die Mscr. haben durchweg keine Vocale. Wir hatten den arabischen Theil des Gedichtes mit arabischen Charakteren geschrieben und vollständig vocalifirt; aus die Eröffnung jedoch, daß in der betreffenden Officin Momentan arabische Lettern nicht in erforderlicher Anzahl vorhanden find, sahen wir uns genöthigt, den bezüglichen Part wieder in die Hebräische Tracht zu kleiden. Einen arabischen Text consequent mit hebräischen Vocalen zu versehen, ist aber unthunlich; wir mußten uns daher nur aus die Anwendung der nothwendigsten diakritischen Zeichen, und hier und da des hebr. Kibbuz beschränken. 6) Der Reim übt auch im Arabischen auf die Gestaltung der betrefsenden Versfüße großen Einfluß aus. 7) Näheres über alles dieses in meinem bereits erwähnten Buche: Die ersten Makamen re. S. 20, 30 u. 45. 8) Ausg. und Mscr. haben קימיא, das in erstern vunktirt ist offenbar falsch; das Nichtige gibt, nach Luzz., Dan. 7,16 an die Hand; ist Be- Zeichnung sür die מלאכים ךו$7ומךים סביבות ד,כפא לשרת, — eonk. ת(ןומ!-י ס'Sech. A, 7. Siehe כרמי שומרון von Kirchheim, p. 113. — Wenn Charisi selbst das א weggelassen, so geschah dies nur, um dem -- zu entgehen, was aber