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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 2 · p. Seite 48

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 2
Article
Simon der Gerechte und seine Zeit
Date
1857-01-01
Page
Seite 48 (sequence 4)
Language
German
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48 Simon der Gerechte sein; derselbe Dichter trägt die lieblichsten Bilder zusammen, um diesen würdigen und würdevollen Hohenpriester zu besingen. ״Wie schön war er beim Heraustreten aus dem Tempel, oder wenn er das Allerheiligste verließt! Wie der Morgenstern von Wolken umgeben, wie der Vollmond in den Tagen des Frühlings. Wie die Sonne erglänzt auf dem Tempel des Höchsten, wie der Regenbogen aus den Wolken. Wie die Rose in der Zeit des Frühlings, wie die Lilie an des Baches Rand und wie die Libanonsblume in den Tagen des Sommers." In solcher Bilderpracht wird die Schilderung Simones noch weiter sortgeführt. Das kann keine unbedeutende Persönlichkeit gewesen sein, die ein Dichtergemüth zu solcher schwungvollen Begeisterung entflammen konnte.. Simon fnngirte bereits in seiner Hohenpriesterwürde, als Alexander der Große seinen Siegesflug nahm^). Der maeedonische Kurz, Nichts spricht gegen die Annahme, daß SLrach's Panegyricus sich auf Simon I. bezieht. Alles spricht aber gegen die Hypothese, daß Simon II. darunter gemeint sei- Uebrigens ist der griechische Text hier wie an vielen Stellen deftct und muß aus der Frischen Uebersetzung ergänzt werden., So fehlen offenbar im Anfang des Kapitels die im Syrischen enthaltenen Worte: רב אחות י ונלילא דעמח. Hinwiederum ist das Wort im Syrischen בר נחביא eine Corruptel vielleicht, aus נהוגץ entstanden, wie der Name Onias ursprünglich im Hebräischen gelautet hat (jerusch. Joma VI, 3. p. 43 d). Dem syrischen Uebersetzer scheint der hebräische Text des Sirach Vorgelegen zu haben, wenn gleich er auch den griechischen'benutzt hat. 3) Auch hier fehlen im Griechischen bie Eingangsworte der Schilderung: מא יאא לח במפקח מן חיכלא כד מתחזא מן חחות פריסא, dadurch wird erst das Bruchstück im Griechischen: iv oixov xaTaTC£T«o־jj1aT0s (50, 5) verständlich, das mit dem Vorhergehenden zusammengehalten keinen Sinn gibt. Hebräisch hat dieser Satz gelautet בצאתו מבלר. לפרוכת. 4) Es ist peinlich, die widerhaarige Frage über den mit Alexander dem Großen zeitgenössischen Hohenpriester aufzunehmen; allem da man ohne alle Kritik Josephus'Angabe blindlings gefolgt ist, muß dieser Gegenstand endlich einmal gründlich abgethan werden. Bekanntlich läßt der Talmud (Joma 69 a u. Parall.) Simon den Gerechten, Josephus dagegen (Alterthümer XI: 8, 4—5) dessen Großvater Iaddu a mit Alexander dem Großen zusammenkommen. Bon vorn herein macht sich Josephus' Relation durch den Umstand verdächtig, daß er auch den Samaritaner Sanballat und dessen Schwiegersohn, den Apostaten Manasst/die zu Nehemia's Zeit gegen die Juden agirten (um 440), ebenfalls in Alexanders Zeit versetzt. Ein bodenloser Anachronismus! Einen noch größern Schnitzer begeht Josephus, daß er Manasse zu Jaddua's Bruder macht (co^־ yafjißpov fxb .l'xot. (6-SavaßaXXe'־nr)s) Mavaaa^v xou * * 3 4 5Iafröou a&sXcpov), wobei er gar Jaddua mit Jojada verwechselt hat! Denn! wir wissen aus Nehemia (13, 28), -aß Sanballat's Schwiegersohn (Manasse), den Nehemia wegen dieser Verbindung

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