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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 12 · p. Seite 466

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12
Article
Briefe aus Wien
Date
1856-01-01
Page
Seite 466 (sequence 4)
Language
German
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466 Briefe aua Sßicu. olle riiVuiTu'ii auf, und wir müssen die Zeit ofovarten, bis diese Vorurtheile verselnvunden sein werden. Eo sieden die Dinge. Ich kann übrigen? nicht verhehlen. das ich in den! Handel nichts Entehrendes finde. Die theoretische wie die praktische Nationalökonomie haben es zur Genüge bewiesen, das: der Kleinhandel ebenso verdienstlich sei wie der Großhandel. Das Meer destebt ans einzelnen Tropfen, und würden diese nicht vorhanden sein wäre auch das Meer nicht. Der reiche Kaufherr, der reichheladene Schiffe sein eigen nennt, dranel't den Kleinkrämer und kann ohne diesen nicht bestehen. <0י ist der Jude, der alte Beinkleider seilbietet, »in nichts schlechter. Jel׳ glaube, es ist die Zeit gekommen wo wir unter uns das Lorurtheil bekämpfen müssen, als wäre es etwas (ehrloses zu baudein wenn man nicht ebrloS handelt. Ick würde daher bei de!» jetzigen Stande der Dinge keine» Anstand nehmen, den 6'Item anzuratben: lasset die Jugend bilden, gründlich bilden und nicht blos von der Wissenschaft nasche», es gilt יזד־׳מך rbz’ C'Cr, עד פ;י: erzieht sie in de»! (Glauben der Later und — last sie Kauslente werden. Die (beschichte wird uns sreispreeben, wenn sie über uns (fleridu ballen wird. Unsere Schuld war es nicht, wen» man uns nicht gegönnt bat den Bode» zu bebauen, dem Dienste deö Staates unsere Kraft zu widme». — Das; die technischen Färber insoweit der Jude sich damit befassen kann, nicht unberücksichtigt werden sollen versiebt sich von selbst. Zeh fnble es wobl daß ich durch diesen Rath dein Materialismus unserer Zeit, der obnetieß alles zu verschlingen droht, Tbüre und Thor öffne; aber der Materialismus schließt nickt den Aufschwung aus und ist jedenfalls besser als daß man zu Grunde gebe, physisch, religiös oder moralisch. Wir haben auch die Hoffnung auf Gott und das Vertrauen zu unserem Volke, daß es stets Männer geben wird, die ans inneren, Berufe das göttliche Wort lehren und verkünden und uns vor Verfall bewahren werden. — Zn späten, Zeiten dürste man allerdings verlege» sein, die widersprechende» Ansichten, wie sic nun eben in den höheren Sphäre» gelten, miteinander zu versöhnen. Wir können aber einer ganzen Generation nicht den Rath gebe», für Illusionen sich heranzubilden. Ich verlasse dieses Gebiet und bi» froh, etwas (Erfreuliches von einem andern Weluete mittheilen zu können. Nack einem Gr lasse des U»terr,chtS»1iuisteriu1»S ist der Paragraph, der das Bne Zion als gesetzliches Lehrbuch vorschreibt, aufgehoben Endlich, endlich ist das in Erfüllung gegangen, was man seit Jahrzehnten wünschte

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