Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Phönicische Alterthümer
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 448 (sequence 2)
- Language
- German
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448 i! 1'fnicifei!c 21I torthunu'v. A1 2 3'1■י ifiactitifitc Wofrf'idirc und Wissenschaft ift zunächst pssönicifdu' »nd uifn'ifd'c Altertssnmstnnde vi'u ludu'iit Interesse. Israeliten 111'111ןץין;0י fid» nidn nur mir Pssöniriern nnd Assvriern als (Glieder der grossen semitiftsten Iamilie, sondern sie treten mit issnen dnrd) nachssarsessastlid'e »nd politische Berssältnissc in Beibindnugen nnd Beziessnnge», die den tiefsten (vinflitf; ans das Traars- und (ftilturleben ül'ten. Die Iorftssnngeu ans assvrisd׳e»i Sprachgebiete ssnd jedodi zu j 11, als das; sid׳ ans ilmen ein auch nur irgend gesichertes Üiesnltat ergeben durfte. (<rst \\1 Anfang des vorigen Jassrzessms nabin der französische (sonsnl Bona Anfgrabnngen an der Stelle des einstigen Ninive vor, die der bekannte ftirgländer Lavard sortselfte; Rawlinsou, Hinds, Qppert fanden Inschriften ans den in den lsnpssratgegenden nnd in den Ruinen des alte» BabvlonS zerstreut nmberliegenden Badsteinen; wie wenig man aber noch zu irgend einer soliden Kenntnis! der Buchstabe» — der s. g. Keilschrift — nnd noeb viel.weniger des Inbalts gelangt sei, ist ans den Bersuchen Rawlinson's genügend zu ersessen'st - - ('׳in reid'ssaltigeres (Ergebnis; dürfte, wie es scheint, von den pssönieisessen Alrerlssninern zu erwarten sei». Hier kann wenigstens ans einer gesicherten Basis fortgebaut werden: wir besitzen vermittelst der alibebräischen Schrift tvergi. weiter) die Kcuntniß der Buchstaben. Aber es ssat sid» kein Werk in pssönieischer Lpraesse erssalten, dasser uns die Kunde dieser Sprache verloren gegangen. Anfgefnndene Insd'riften und Münze», zumeist in den alten pssonieisiben (Kolonien (>artl>ago, lsitiniu aus (Wpern, Malta bildeten die iNnellen, ans denen Kenntnis; des Pböiiiciscben geholt wurde׳); aber diese Inschriften sind kurz, entlialte» gröstenrheils nur Rainen von ftiottsseften, Personen und Städten, und wicdcrssoleu ssanfig dieselben Aernielnft. Nicht geringen tfiutrag haben aber and) der gründlichen Aorschnng die gewagten, ״jchl selten ans Lächerliche streifenden Kombinationen getssan, die die phönftlschc Sprache zu einer Sprachnnd Redeweise anspräg- 1) panard bat in de» Ruinen von Babvlon auch Inschriften mit den, Hebr. nicht unäbnlichen Buchstabe» aufgesunten, deren eine 1)0. M- A. ir'ev» in der Ieitschr. der deutschen niorgenl. dtesellschast Band zu eniziffern rersucht bat. Für die sr'Llerr süd. <aeschichtc dürften diese Inschriften nicht obn« Interesse!ein. 2) Dergl. Movers Pbdnicien in ttrsch und (S ruber Enenclopädic Tb. 2 , S- 424 ff., woselbst auch über auswärtige Quellen. 3) Movers das. -L- 4L».