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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 12 · p. Seite 449

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 12
Article
Phönicische Alterthümer
Date
1856-01-01
Page
Seite 449 (sequence 3)
Language
German
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Pi׳ onicifche A1 tcrt 1'iimcv. 44» ton, in der, und) dem Anödrucke eines neueren Schriftstellers, kein vernünftiger Mensch sich ansdrückt. Welche formen und Wortbildungen lsier geschaffen wurden, wie inan an ein hebräisches, syrisches oder sonstiges semitisches Wart anlelmte, es verrenkte, umsesite, Buchstaben binzusngte und verwechselte, bis man eine» Ansdruck fand, der noch weit binter einer vernünftigen Lösung znrückblieb, ist ans den veröffentlichten Werten dieser Art >11 erl'dH’114 5 * 7). Eine zu Marseille im I. 18^5» ausgegrabene größere Inschrist über Opfer und Priestergebübren versprach Aussicht ans eine reiche Ausbeute; doch wurden and׳ lsier die Erwartungen nur wenig befriedigt'y. Ein bedeutender Eewinn sicheint sieb nun der Wissensechaft zik eröffnen durch einen in neuester Zeit an der Küste des alten Pbönieieus ausgegrabenen Königssarg, mit einer an (tröste und Bollstäitdigkeit des Inhalts alle bisher bekannten phöuieischen Mvnmnente übertrefsenden Insiluift, deren Mlttbeilung, wie wir Hessen, den Lesern dieser Monatsschrift nicht unwillkommen sein wird. Wir beginne» vorerst mit der für freunde jüd. Wissenschaft so nsidiligen Irage über das Alter unserer Onadralschrift, über die diese scharf ausgeprägte phönicisiche Inschrift manebe Lösung versprid)t. Wie bekannt besindeu sieh ans a»S der Zeit der Maecabaer herrübrenden Münzen Ebaraktere, die von unser»! Alphabet weit divergiren und fast mit dem bei den Samaritanern gebränchliehen Alpl'abet identisd! sind. Schon frühere talmudisebe Lehrer kennen zweierlei Alphabete: das eine ~ samaritanisiche — nennen sie hebräische Schrift (כתב עברי), das andere.— ,quadratische — assyrische Schrift (כתב אשורי). Einige Lehrer stellen die Meinung auf, der Pentateuch sei ursprünglich mit hebr. ksa marikau.) Ebaratteren geschrieben gewesen, zu Esra's Zeit seien sie in assvrische umsesit worden^). - Befragen wir die alte phönicisiche Schrift, 4) Wir nennen hier nur die Smpturno lm^uncquc Phoeniriae Mo* numi'.nta von Gesenius. LI gl. 2.!Jal'Vß. dieser Menatsschrift S. 238 ff. 5) lieber diese Inschrift vergl. Auosührlichcö 2. Iabrg. d. Monatsschrift S. .237. 0) Vgl. Movers a. a. O. 7) Vgl. l׳. Synh. .21, Tofifta das. c. j. Megitla 1,!», ferner N. Asaria de Ross! Meor (xnajim e. 30. r>s. Die famavit. Schrift wird Svnhedrin 1.!. von einem spatem Autor ',«71־ genannt, d. i. gebrochen <nach der N.רע*ך), von der bei den meisten Buchstaben schiefen gebrochenen Stellung. Herzfeld Geschichte des Volkes Israel 4. Lieftng. Excurs über die Entstehung der Quadratschrist S. 70 erklärt ',1'<׳ eine ״gekritzelte" Schrift. 34*

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