Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Phönicische Alterthümer
- Date
- 1856-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Phönicische Alterthümer. Das fragen ״für dir lebendigen bei den Todteu". das?,'achgraben und Nachforfehen nach Denkmälern längst dal'iugrsthwnudener Seiten cm\;t mitunter Bedenken, 01' nicht iit'or de!» Todteu Lebendige vergessen werde, ob nick't besser auf geistigem Gebjcre fort;nbaueu wäre, als aus jenen unsicheren, »ur dureb den Mitt geivagter, nicht fette» haltloser biombiualione» zusammenverbundeuen Bausteine» luftige (Gebäude ailfzuflihreu. Blicke» wir auf die Forschungen auf attegoptifehem l^ebiele! welcher ׳?lnlauf wurde seit Ghampolliou znm Berstäudnisse der auf den Poramiden und Papornsrolle» sich sindeudeu Inschriften gemacht, und welche Sicherheit hat die Wissenschaft trog pomphaft äugeküudjgter Amasisproelamationeu (vcrgl. oben 2. •%i) erlangt^ Doch der Weift läßt sich nicht in seinem Wange und!einer:!liehtuug hemmen; und diesen Horschiiugeu liegt doch auch das >oisseufchafkliche Streben zu Grunde, die Wenl'icl'te läugstvergaugener Weschlechter, über deren oft großartige Bewegungen auf dem Sch au plage ihrer,sink nur wenige — meist von Späteren und Answattigen verfaßte - schriftliche Aufzeichnungen vorliegeu, zu erkennen und in ihr die Gntwickeluug der Menschheit zu verfolge»! und hier;» auch die kleinsten Bausteine zusammentragen ist perdienstlich. Die Altcrthnmskuude verspricht aber auch das Webiet der Sprachforschung;u erweitern. Die Sprache ist der '?lnsdrnck der Geistesentfaltnng, und geht Hand in Hand mit der entwickelten geistigen Anschauung. Im Saufe der Zeiten verschwindet aber Manches aus dem Kreise des Sprachgebietes, theils bleibt Mailchcö so vereinzelt stehen, daß Wurzel und Zusammenhang nicht mehr anfzufiuden sind; Alterthümer leiten nicht feiten auf manche Spur und lassen einen tiefer» Blick' in Gang und Gcheinniisse der Sprache werfen, und durch sie in die (Zntwickelung des Menschen. Frankel, Mviiatsschrist. V. 152, 34