Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Über das Alter des Hillel'schen Kalenders
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 418 (sequence 7)
- Language
- German
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418 Wissenschaftlich,.׳ Aussätze. 5<ו" fcll'ft wen» man die Worte: ודאידגא וכו' דשלהו מהם הזד־ו ר־ר' alt: einen Zusatz non den Talmudredactore», סהב גט־א, betrachten hm 11, bleibt doeb das lKanze mwerstandlicb. Wie tö»»te Hille! seine Kalenderreform und die binfubrnng einer stabilen Ordnung damit motn'iren, da>! darum die doppelten Feiertage gebalten werden im'iffcn, weil eine böswillige Negierung ein Verbot oder Berfolgnng erlassen tonnte, wodnreb die Ordnung der Feste gestört werde, da er doeb gerade wegen dieser Störungen dureb die Negierung einen sigirten Kalender einfübrte, wodnreb Jedermann künftig genau die Ordnung und das (׳:intreffen derselben wissen kan»'!' Hlllel tonnte ja das nickt als Ferne bezeichnen, was wirtlick gegenwärtig war und was den besürckteteu (ringrissen knrck die Negierung vorbengen sollte. Die Erklärung Nascki's, daß dureb ein Verbot die Negierung die Beschäftigung mit der Tbora untersagen und dadureb die Kalenderrechnung in Vergessenbeit geralbe» könnte, ist gewiss bockst sonderbar! Da bei einem solchen Fall, der gar nickt denkbar, da der Propbet eS auSdriicklick verbeißt: עובם ~:j 'לא ימושו מפיך ובו, die doppelten Feiertage nichts nützen: denn sobald die tviaffbal 11זי\1ו eines Monats zur Unzeit erfolgt, ist die ganze Ordnung gestört. Unter קביעא די־חא ist also blos gemeint die Kenntmss der lä'iusetznng des Neumondes durch die Sendboten, nickt aber der בוד העיבור, was schon Tosafot Pessackim 51, 2 gegen Raschi nachweist: ומפרש ׳.-.v ר״ח במקום ששלוחי ב״ד מגיעץ, והיינו בקכיעא דידהא שהיד■ ייד־ע נקבע ד־דיג־ ובו'. Das Sendschreiben ist auch zur Zeit erlassen worden, alö man regelmassig Sendboten nach Babylonien sandte, und eS wurde den Babuloniern die Feier der doppelten Feste zur Pflicht gemacht, da vielleicht die Negierung einst gegen die Absendnng der Sendboten Hindernisse machen könnte, wie dies oft gesebebe» ist, z. B. zur Zeit Raba'S, wo man sick der gebeimen Briefe bedienen musste. So bat dieses Sendschreiben einen klaren Sin», die Motivirung ist richtig, wabrend Alles auf den Slops gestellt werden muss, wen» man dies Schreiben in die Hillel'scke Kalenderperiode versetzt. Die ldontrovcrse zwischen N. Serachia Halewi und Naehmani daselbst ist ebenfalls durch diesen Zrrtbnm bervvrgegangen, und N. Sorachia ist Ina׳ vollkommen im Rechte. Das so oft vorkon,inende קביעא היהחא beisst blos die rechtzeitige jedesmalige Kenntniss der Neumond- Verkündigung des GerichtsbofeS, nicht aber die des geregelten Kalenders. Diese Kunde wurde durch Sendboten den Babyloniern zugemittclt und war auch nicht schwierig, da wir viele Beispiele haben, daß Talmudiften die Sieise von Tiberias nach Babylonien, d. h. Pumbedita,