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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 11 · p. Seite 416

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11
Article
Über das Alter des Hillel'schen Kalenders
Date
1856-01-01
Page
Seite 416 (sequence 5)
Language
German
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416 Wissenschaftliche Aufsä 15c. im fltci|cn ^cl'iutcrt loavcn und blos 10 Sa^frcifcit Inotveilen madjcii tonnten. 6's wurde darum die Verfügung getroffen, um eine Oileick!- Massigkeit zu erzielen, das: nur jene Orte von der Feier der Doppelfeste diSpeustrt!ein tonnen, zu denen die Lendboten auch tut Monate Tischri diö zum 15. gelange» tonnten. <S. Maimuni Stidusch Hackodesch Ab. ü, <» u. 11.) Die Alexandriner baden deswegen die Doppelseiertage beobachtet, weil bei iluten die Sendboten int 'Dionate Tischri bis zntn 15. nicht immer eintreffen »webten, und erst zur Zeit des R. Fese scheint ihnen dies gelungen zu sein, olme aber i>u׳en Zweck zu erreicbeu, da R. Fose sie nicht von der bisherigen Beobachtung der doppelten Feiertage befreie» wollte. Wie es bierin die Alexandriner in früherer Zeit, kurz vor und »ach der Zerstörung des Tempels, gehalten haben, läßt sieh nicht bestimmt angeben, da Philo und FosepbuS darüber schweigen. Auch erwäbnt nur der Talmud (Roseh Haschana 2. 4) der Feuersignale nach Babylonien imd nicht »ach Alexandrien, da sieb für sie keine schicklichen ׳«teilen und «tationen finden moebten ivgl. Frankel, Monatssebnst II, Fabrg. -Il'.ll. «pater, als man sich der Sendboten bediente, war es für Aiezandrien leichter, sich die Reumondverkündigung rechtzeitig bis zum 15. anzeige» zu lassen, und wir sehen auch R. Abnlui die Reise von 6'äsarea nach Aiezandrien vom Neujabrötage bis zum Laubbüttenfeste machen. Atteh Maiinnni <l. e. 5, 10) findet es auffallend, dasi in Aiezandrien Doppelseste gefeiert werden, da die Reise von Jerusalem nach Alexandrien über ASkalon bloö acht Tage dauert. Wie leicht war es also. Sendbote» dabin gelangen zu lassen, da Schiffe stets in Bereitschaft waren! II. Als zweiten Beweis, das, im Talmud des Hillel'seben SialenderS brwälmnng geschehe, fübrt Herr l>r. Oiräp das bekannte Sendschreiben nach Babylonien an: Seid behutsam im Gebrauche der Bat ei״, denn eine böswillige Regierung tonnte einst eine Verfolgung veranlassen, wodurch die Feste in Unordnung geratben würden (Beza 4, 2). — Dieses Sendschreiben kann sieb aber ursprünglich unmöglich auf die Htllel'sche lgalenderordnung bezogen haben, sondern ist sicherlich viel früher erlassen worden, als »tan siel) der Sendboten bediente, um der Diaspora. 6501,1, die geschehene Reumondverkündigung anznzeigen. Freilich bat man spater die jetzige Beobachtung der doppelten Feiertage durch dieses Schreiben begründet und motivirt, und wahrscheinlich hat Hillet bei seiner Kalenderresorm die Bedingung gemacht, ans Rücksicht gegen den alten gebrauch und die früheren Sendschreiben und Institutionen, dass die doppelten Feste ferner gefeiert werde» sollen

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