Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Briefe aus Österreich
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 410 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829192-2829204-2854751--03195-2854789- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
410 ÜU'tcfc aus Oejlcrveich. h-ii § «11 Hofer Statuten an. Da!׳ois!t os: ״Der Austritt aus diesem fvotnuUi«10־n Vereine steht jedem MitgÜede frei, sobald os de» entfallenden Jahresbeitrag für das laufeiiho Ja Iw entrichtet — Os ,^j>d sich hoffentlich da auf's Reue beiväbren. das! das Iudenthnm und dir Iudenheit feilte t£t»|!e non a«|!on nolbwendig hat, um ff*,-!» :» crluiIton; denn tiefem Paragraph zu Folge könnte der Verein über kurz oder lang sich auflösen link die prachtvolle neuerhaute Svnagoge geschloffen bleiben. Oigentbümlieh ist auch § 70 dieser Statuten. Cvr lautet: ״Der Staatsverwaltung bleibt Vorbehalte». in die Gesel'ästsgebabrnug des Vereins (Ansicht zu nehmen, und wenn es notbwendig befunden wird, trmfelh'U einen landesfürstlichen Kemmijfär beizugeben." (sin ähnlicher Passus dürfte fiel' wohl schwerlich anderswo sinken. Vielmehr ist uns bekannt, daß die barmherzige» Schwester», die bekanntlich Mran־ kenpflege üben, im Jahre 10צא von der Reebunnglegnng enthoben wurden, weil sie keine Unterstützung von Seite des Staates erhalten und daher auch nicht genötbigt sind, über ihr (Öchahrcn Rechenschaft abzulegen. Die Vertreter der Israeliten in Wien benutzten diese Gelegenbeit zu einem Gesuche des Inhaltes, das!, da sie keinen Beitrag von Staatsmitteln erhalten, sic ebenfalls von der Rechnunglegung enthoben werden möchte», und diese Bitte wurde bereits im Jahre 1827 gewährt. So rief uns bekannt ist.!rachen auch die Vertreter in Wien darüber, das! ihnen diese Autonomie nicht geschmälert werde.. So vieles aber auch noch zu wünschen übrig bleibt, so bat Brünn tennoct! einen grosien Schritt vorwärts gemacht. Fehlt ihm auch der Kitt von austen, so wird es desto nachhaltiger nach innen sich vorb.nden. Für die zwei Haupt- und wichtigsten Bedürfnisse ist nun gesorgt: Das Gotteshaus ist sehr würdig ansgestattet, und ebenso besteht bereits ein jüdischer Gottesacker. Bis znm Jahre 1N4S mußte» die jüdischen Leichen in die nächste jüdische Gemeinde geführt werden. ׳Brün» wollte selbst den todten Juden nicht dulden. — Ich kann hier »id't unterlassen, die rühmliche Tbätigkeic des Vorstandes, insbesondere des Herrn Samson Frankel, hervorzubeben. Oben so!roblthätig ist die Wirksamkeit des sehr intelligenten Vorstandsmitgliedes. Herrn Franz F losch- In 'Betreff deS Religionsunterrichtes der südlichen Schüler wird derselbe von dem Neligionslehrer Herrn Stöffel eriheilt, jedoch ist dieser nicht von Seite der Gemeinde, sondern von der Schulbehörde aiigestellt. Herr S. bezieht keine» Gehalt: es ist demselben bloS gestattet, von den Schülern bei der halbjähriegen Prüfung für das Religionszeugiiifi