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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 10 · p. Seite 399

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10
Article
Das Buch der Jubiläen
Date
1856-01-01
Page
Seite 399 (sequence 20)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 399 sein2). — Am Laubhüttenfeste setzte n!an Kränze auf das Haupt (3,11). 9iach griechisch-egvptischer Sitte an diesem, der Freude über die heimgebrachte Ernte gewidmeten Feste, leicht erklärlich. — Bei Reichen wurde ein Licht angezündet (ein jetzt bei den Juden allgemeiner, aber spät entstandener Gebrauch). Jakob kommt hinein zu dem verstorbenen Abra- Ham und ״hatte ein Licht in seiner Hand" (3, 22). Die peinliche Gerichtsbarkeit wurde wahrscheinlich, wie bei den Juden Alexandriens, auch in LeontopoliS nicht ausgeubt. Daber konnte der Vers, des P. d. I. so verschwenderisch mit Steinigung, Verbrennen u. s. w. (vgl. oben S. 389) sein und sie sogar aus den Willen setzen: diese Strafmaße waren nur Drohungen ^). — Manches Gebot wurde, wie oben über Sabbat bemerkt wurde, in weiteul Umfange genommen. Für solche Erweiterung des Gesetzes bietet auch Alexandrien ein Analogon: die Schrift sagt, den Erstgebornen des Esels sollst du anslösen für ein Lamm (Exod. 13, 13 und sonst); zu Alexandrien wurde nach Philo auch für die Erstgebornen der Pferde, Kamcele u. s. w. ein Lösegeld entrichtet*). Fragen wir nun nach der Zeit dcö Vers, des B. d. Jub. Der Syrerperiode vermögen wir ihn nicht zuzuweisen; der OniaStempe! zählte da noch ein zu junges Alter, als daß schon seine divergirenden Einrichtungen sich in solcher Weift entwickelt hätten. Auch weiset Alles in diesem Buche auf egyptischc Zustandes. Es gehört einer späten! Zeit an, aber diese Zeit war reich an Trübuisscu: er entwirft 2, 232. 3, 23 ein Bild des tiefsten Elends des jüd. Volkes, das wohl einen 2) Vgl. B. d. I. 3, 33, wo zu den Worten der Schrift Gencs. 29, 29 ״es ist nicht Sitte u. s. w., daß man die Jüngere vor der 2 3 4 5Kelteren gibt", lünzugefügt wird: ״Denn also ist es festgesetzt und ausgeschrieben aus den himmlischen Tafeln, und Keiner ist gerecht, der dieses thut; denn dieses Thun ist schlecht vor dem Herrn. Und auch du deinerseits besieht den Kindern Israels, daß sie das nicht thun u. s. w." Vielleicht ist hier Manches intcrpolirt. 3) So hat auch Philo de Special, legib. p. 773 Hinrichtung auf Meineid. 4) Philo das. p. 831. Dieses mochte vielleicht von LeontopoliS auSgegangen sein. Vgl. Ncber palästin. und alexandrin. Schristforschung S- 32. Anm. 6, woselbst noch eine andere, zu Alexandrien in ähnlicher Weise weitgedeutete und ebenfalls wahrscheinlich aus LeontopoliS stammende Bestimmung angeführt wird. 5) Nach Dillmann 3, 90 hat der Verf. des B. d. I. das Buch Henoch benutzt, das im 1. Jahrh. vor der chriftl. Zeitrechnung versaßt wurde. Doch ist diese Benutzung noch näher zu eonstatircn. 30*

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