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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 10 · p. Seite 396

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10
Article
Das Buch der Jubiläen
Date
1856-01-01
Page
Seite 396 (sequence 17)
Language
German
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Wtsscn schaftl iche SCuffa (3c. m) für sic ein Nachweis aufv\c[mtt ־lmfrcn: ist der Anstoß — und dieser licflt oft im Zettelst so gestalten sied unabhängig von einander die mannigfachsten Formationen. Mehr Ansmerksamkeit erregt das Lammeln der einzelnen Lagen zu einem das Ilrbild verdrängenden <^csamnugedi!de, das Unterschieden der legende für die eintache bekannte autoentijcbe h'rzäillnng. (einzelne Lagen werden gleich- 1a!n unbewußt, in poetisedem Ausluge bingeworsen, und niael'en nicht Anspruch auf Realität׳, die Legende tritt mit Bewußtsein hervor, verkörpert die fluchtige Lage zum starren Lehensbilde. ihr letzter lvrnnd liegt da, wo sie das Urdild bedrobt, nicht im Ausflüsse des poetischen Bildend, sondern rubt in einem äußern Borgange. Das B. d. I. bat vollständige legenden über die Urväter des jud. Volkes, selbst Noah wird legendenartig ausstassin. Llieben wir bim׳zu das äußere Motiv. Die symdolisirende Schule Alerandriens batte nicht mir deni Wortlaute der Schrift den realen Boden entzogen und in den Gesetzen nur eine Hülle wabrgenommen: auch die biblischen Personen wurden der 'Wirtlichkeit entrückt, sie silid Bilder für Leelenkrästc und Leelenzustände, was über sie berichtet wird ist der Ausdruck der verschiedenen Neigungen und Eigenschaften, als der Sinnlichkeit, der Selbstgenügsamkeit, des weltlichen, auf Grsahrnngen sieb stufenden Verstandes, der höher strebenden Vernunft u. s. w.^). Dieser idealen, die geschichtlichen Personell und Begebenheiten verdräligenden Auffassung tritt das B. d. I. in seiner stark aufgetragenen realen Darstellung entgegen: die bibl. Personen werdeii bier bis aus ihre einzelnste Wirksamkeit eingeführt, sie haben gelebt und sind ausschließlich nach ihren Lebenszügen, obne Umdeutung und Vergeistigung ansznnebmen. Das B. d. I. enthält also eine indirecte Polemik gegen eine zu Alerandrieu herrschende (Geistes riebtung und den dortigen Verfall religioser und sittlicher Zustande. Der Vers, war ans Leontopolis, dessen Priesterstande er wahrscheinlich angebörte; Heiligtbnm und Opfer sind ibm hochgestellt, er führt letztere auf die Patriarchen, selbst ans Adam und Noah zurück: und ein solcher alter Ursprung wird auch den festen und den an ihnen darzubringenden Opfern vindicirt. Auf der andern Leite tritt er als Vorkämpfer für besetz und Schrift auf, erhebt sich gegen den Glaubensverfall und will durch verkörperte, zu einem Ganzen verarbeitete Lagen einer abnormen Richtung entgegenarbeiten. DaS B. d. 2gewinnt nun auch an geschichtlichem Interesse; es 7) ftür den mir Pbilo bekannten Leser bedarf es nicht des Nachweises. Vgl. auch lieber die paläst. und alezandr. Lchriftforschung S. 37 ff.

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